Handelsverband/Black Friday: 258 Euro Budget ...
 
Handelsverband/Black Friday

258 Euro Budget für Shopping-Auftakt

Gerd Altmann/Pixabay.com

Der Handelsverband Consumer Check hat ergeben, dass 72 Prozent der Konsumenten die Aktionstage für Weihnachtseinkäufe nutzen. Der Westen Österreichs gibt an diesen Tagen am meisten aus.

Die Wochen kurz vor Weihnachten sind für den Handel traditionell die umsatzstärksten Monate, der Black Friday am 27. November und der Cyber Monday am 30. November tragen immer stärker dazu bei. Dieses Jahr wird vor allem der Online-Handel davon profitieren, glaubt Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes: "Während der stationäre Handel am 27. und 30. November Covid-bedingt mit deutlichen Umsatzeinbußen im Vergleich zu 2019 rechnen muss, dürfen sich die Onlinehändler auf deutliche Mehrumsätze freuen. Fast 55 Prozent der Österreicher werden heuer ausschließlich online auf die Suche nach den besten Angeboten gehen, im Vorjahr waren es nur knapp 40 Prozent. Jeder vierte Verbraucher will sowohl auf der Fläche als auch im Web einkaufen."

Zusammen mit MindTake Research und der Online-Preisvergleich-Plattform idealo.at untersucht der Handelsverband, wo und wie die Österreicher heuer am Black Friday und Cyber Monday shoppen werden. Das doch überraschende Ergebnis: 58 Prozent der Österreicher werden heuer Ende November auf Schnäppchenjagd gehen - das ist zwar nur ein Prozent, aber immerhin, weniger, als noch im Jahr zuvor. Aufgrund der steigenden Bekanntheit und Popularität der Aktionstage und im Hinblick auf das Rekordergebnis von Alibaba zu den Singles Day, hätte man sich zumindest ein Plus erwarten können. Weniger verwunderlich ist dagegen die Beliebtheit vor allem bei jungen Konsumenten. Im Alterssegment der Unter-29-Jährigen planen mehr als 80 Prozent einen Einkauf. Aber auch bei den Über-60-Jährigen sind es immerhin mehr als die Hälfte.

Im Schnitt werden etwa 258 Euro ausgeben werden. "Damit liegen wir zwar leicht unter dem Ergebnis des Vorjahrs (Anm. der Redaktion: 2019 waren es 260 Euro), angesichts der Corona-Krise können wir mit dieser Umsatzprognose trotzdem gut leben", sagt Rainer Will. Gleichzeitig wirkt sich das Konsumverhalten im regionalen Vergleich ganz unterschiedlich aus. Am spendabelsten sind die Tiroler und Vorarlberger mit durchschnittlichen Ausgaben von 327 Euro. Das Schlusslicht bilden die Steirer und Kärntner mit 220 Euro pro Kopf. Zu den am stärksten nachgefragten Produktgruppen zählen heuer neben Elektrogeräten, bei denen fast 42 Prozent der Konsumenten einen Kauf geplant haben, vor allem Bekleidung (37 %), Haushaltsgeräte (23 %), Kosmetikprodukte (23 %) sowie Spielzeug und Schuhe (je 22 %).

Kauft man am Black Friday wirklich günstiger?

idealo.at hat für 2019 die gesamten Top 50 Online-Shopping Kategorien untersucht und festgestellt, dass 44 von 50 Kategorien am Black Friday einen günstigeren Durchschnittspreis hatten als in der Woche davor. In der Zeit zwischen Black Friday und Cyber Monday wurden allerdings 43 der 50 Kategorien minimal teurer, blieben aber deutlich unter dem Vorwochenpreis zum Black Friday. Deutlich günstiger waren am Cyber Monday jedoch Skischuhe, Spiele- & Actionfiguren und Koffer.

Da ist es nicht verwunderlich, dass 72 Prozent aller Black Friday- und Cyber Monday-Kunden die Angebote nutzen, um bereits erste Weihnachtseinkäufe zu erledigen. "Die Herausforderung liegt gerade für kleinere Händler darin, in der Aktionsflut nicht unterzugehen. Neben den höheren Umsätzen durch Rabatte muss immer auch die Gewinnspanne im Blick behalten werden. Darüber hinaus gilt es, aus den Schnäppchenjägern Stammkunden zu machen", ist Rainer Will überzeugt.
stats