Hofer: Onlinebestellung von Lebensmitteln wir...
 
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Onlinebestellung von Lebensmitteln wird konkret

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Hofer-Generaldirektor Horst Leitner
Hofer-Generaldirektor Horst Leitner

Hofer-Chef Horst Leitner kündigt in einem Gespräch mit der Austria Presse Agentur (APA) an, im nächsten Jahr mögliche Konzepte für die Zustellung von Lebensmitteln ergebnisoffen zu prüfen.

"Fünf Jahre nichts zu machen, wäre nicht das Richtige." Mit diesen Worten zitiert die APA Hofer-Generaldirektor Horst Leitner. Aus diesem Grund wird der Diskonter ergebnisoffen überlegen, welche Zustellkonzepte von Lebensmitteln in Wien erfolgsversprechend sein könnten. Leitner stellt dabei mehrere Möglichkeiten in den Raum: Eine wäre die Zustellung via externer Lieferplattformen. Essenszusteller könnten so etwa zum Zug kommen. Für ihn ebenfalls denkbar ist das Click&Collect-System mit Online-Vorbestellung und persönlicher Warenabholung beim Geschäft. Aber auch die klassische Zustellung nach Hause ist für Leitner eine Option, der aber gleichzeitig betont, dass es auf Hofer-Kundenseite noch keine große Nachfrage nach Online-Zustellungen gibt. "Es ist eine Frage des richtigen Zeitpunkts, aber auch, welche Konzepte setzen sich durch", meint Leitner.

Im Zuge des APA-Gesprächs äußerste sich Leitner aber auch zu anderen Themen. So erklärte er, dass sich Hofer wieder stärker auf Eigenmarken zurückbesinnen will. Schließlich gilt der Grundsatz: "Unsere DNA ist Diskont." Man wolle daher den Eigenmarken-Anteil von 90 Prozent sogar leicht ausbauen, denn "es gibt ganz wenige ikonische Markenartikel, wo wir wissen, die erwarten die Kunden."

Weiters stellte der Hofer-Generaldirektor fest, dass die Coronakrise die Preisschlacht im heimischen Lebensmittelhandel weiter angeheizt hat. "Die Aktionitis ist fast schlimmer als sie vor drei, vier Monaten war", sagt Leitner, der ebenso beobachtet, dass sich die coronabedingte Krise am Arbeitsmarkt deutlich in der Kauflust niederschlägt. Vor allem ab der Mitte des Monats gehen die Einkäufe merklich zurück. Deswegen werde "der Preis weiterhin einge ganz große Rolle spielen." Nach einer Umsatzsteigerung von rund zehn Prozent in den Monaten März und April rechnet Leitner für das Gesamtjahr 2020 mit einem Erlösplus im Rahmen des Marktwachstums von vier bis fünf Prozent.
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