ING: Kartenzahlungen steigen in der Krise
 
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Kartenzahlungen steigen in der Krise

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Unter den aktuellen Bedingungen, so ergibt eine Umfrage der ING, wird die Zahlung mit der Karte als vernünftigste Payment-Methode angesehen.

Viele Handelsketten bitten ihre Kunden, aufgrund der Coronakrise mit der Karte statt mit Bargeld zu zahlen. Dadurch soll der Kontakt zwischen den Konsumenten und den Mitarbeitern minimiert und die Verbreitung der Krankheit eingedämmt werden. Das Finanzinstitut ING hat passend dazu eine Umfrage zum geänderten Zahlungsverhalten im heimischen Handel gemacht. Barbaros Uygun, Chef der ING in Österreich, fasst zusammen: "Die Skepsis hinsichtlich der Versorgungssicherheit mit Bargeld ist so gut wie vom Tisch. Gleichzeitig wird vermehrt mit Karte bezahlt. Die Coronakrise wird Bargeldloszahlungen antreiben." Für 73 Prozent der Befragten sind Kartenzahlungen an der Kassa aktuell die vernünftigere Payment-Methode.

Laut der Analyse lieben die Österreicher allerdings ihr Bargeld nach wie vor. Im Zeitraum vom 13. bis 22. März - also rund um den Anfang des Lockdowns - stiegen alleine in Wien die durchschnittlichen Abhebungen von 147 Euro auf 247 Euro - ein Plus von 70 Prozent. Am Ostermontag waren es noch 183 Euro. "Wir bewegen uns auch hier wieder Richtung Normalität. Ich denke, dass wir österreichischen Banken die Versorgungssicherheit unter Beweis gestellt haben und das Vertrauen in uns gestärkt ist", so Uygun. Acht Prozent der Befragten gaben an, gerade gezielt mehr Bargeld mit sich zu führen.

Bei den Kartenzahlungen der ING-Kunden stieg die durchschnittliche Summe bei Kassenzahlungen von 30 auf 35 Euro. Die Erhöhung des Kontaktlos-Limits von 25 auf 50 Euro begrüßt Uygun sehr. Seine Einschätzung: "Das Bargeld liegt also zuhause und ist wichtig für das Sicherheitsgefühl. Geht es um sicheres Bezahlen, bekommt nun die Karte einen neuen, höheren Stellenwert."

Für die Umfrage wurden Ende März bis Anfang April 1.000 Österreicher ab 18 Jahren befragt.
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