Wirtschaftskammer Österreich: Innovationsschu...
 
Wirtschaftskammer Österreich

Innovationsschub durch „Spin-off Austria“

Lisi Niesner
Wissenschafts- und Wirtschaftsminister Harald Mahrer bei der Präsentation von „Spin-off Austria“. © Lisi Niesner
Wissenschafts- und Wirtschaftsminister Harald Mahrer bei der Präsentation von „Spin-off Austria“. © Lisi Niesner

In Zusammenarbeit mit Universitäten und Forschungseinrichtungen sollen disruptive Ideen von jungen Unternehmen unterstützt werden. Insgesamt 15 Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung.

Als Unternehmensgründer hat man es oft nicht leicht. Um innovative (Geschäfts-)Ideen gleich zu Beginn stärker zu unterstützen, hat die Wirtschaftskammer Österreich nun die Initiative „Spin-off Austria“ vorgestellt. Diese gibt Unternehmensgründern die Chance, mit Forschern an Universitäten und Forschungseinrichtungen zusammenzuarbeiten. Dies hat Wissenschafts- und Wirtschaftsminister Harald Mahrer im Rahmen eines Pressegesprächs an der Technischen Universität Wien bekannt gegeben. „Wir wollen nicht den Durchschnitt fördern, sondern die besten Wissenschaftler mit den besten Unternehmen zusammenbringen“, gibt Mahrer die Marschroute vor.

15 Millionen Euro stehen zur Verfügung
Die neue Initiative beruht auf einem Fellowship-Programm, das später auf einem Risikokapitalfonds der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft (aws) aufbaut. Unternehmen werden bis zu 18 Monate durch Mentoring, Coaching und Weiterbildungsmaßnahmen unterstützt und erhalten im Zuge dessen eine Maximalförderung von bis zu 500.000 Euro. Als Mentoren werden unter anderem Oliver Holle und Marie-Helene Ametsreiter von Speedinvest oder Sabine Herlitschka von Infineon agieren. Das gesamte Fellowship-Programm ist mit 15 Millionen Euro dotiert, das Geld wird über die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) koordiniert. Als Vorbild gilt die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich), die ein ähnliches Programm seit 2010 verfolgt.

Christoph Schneider, Leiter der Wirtschaftspolitischen Abteilung in der WKÖ, möchte neue Ideen und Innovationen am Standort Österreich halten. Er äußert sich dazu wie folgt: „Eines ist ganz klar: Je mehr Innovationen den Weg bis in den Markt finden, desto besser ist dies für unseren Standort. Denn die Ideen finden sonst ihre Umsetzung in anderen innovationsfreundlichen und kapitalstarken Ländern. Deshalb ist dies ein weiterer Innovations-Impuls für die F+E-Landschaft in Österreich.“ Beim Punkt Innovation hat Schneider ganz klare Vorstellungen für die Zukunft: „Wir haben das Ziel, ein Innovation Leader zu sein und bis 2020 die Forschungsquote auf 3,76 Prozent des BIP zu heben.“

Interessierte können sich unter www.ffg.at/spin-off für die neue Initiative online bewerben. Einreichungen sind ab sofort bis zum 18. Jänner 2018 möglich.
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