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Internet Ombudsmann: Die meisten Beschwerden bei Vertragsstreitigkeiten

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Fotocredit: Internet Ombudsmann
Fotocredit: Internet Ombudsmann

Mit der steigenden Anzahl an Internet-Shoppern steigt auch die Zahl der Beschwerden. 2014 gingen beim Internet Ombudsmann, einer österreichischen Streitschlichtungs- und Beratungsstelle im Internet, 16 Prozent mehr Anfragen ein als noch im Jahr davor.

Vertragsprobleme, vermeintliche „Gratis“-Angebote und das Thema Datenschutz sind dabei die häufigsten Beschwerdekategorien. 2014 wurden durch den Internet Ombudsmann Streitfälle im Wert von 740.000 Euro zugunsten der Konsumenten bearbeitet. Doch nicht nur die Schlichtung und Beratung durch den Internet Ombudsmann gewann 2014 weiter an Bedeutung, mit der Watchlist Internet (www.watchlist-internet.at) gibt es nun ein zusätzliches, kostenfreies Serviceangebot des Internet Ombudsmann, das über Betrug im Internet informiert.



Vertragsstreitigkeiten größter Problembereich



Die meisten Probleme (40,6 Prozent) betrafen diverse Vertragsstreitigkeiten. Vor allem Beschwerden zu Rücktrittsrecht und Rückabwicklung sowie ungewollte automatische Vertragsverlängerungen wurden vom Team des Internet Ombudsmann bearbeitet. Auf Platz zwei der Beschwerdestatistik des Internet Ombudsmann liegen die vermeintlichen „Gratis“-Angebote (Abofallen) mit 23,4 Prozent. Dabei handelt es sich um eines der Internet-Konsumentenschutzprobleme mit der höchsten Anzahl an Betroffenen in den vergangenen Jahren. Erfreulich ist allerdings, dass im ersten Quartal 2015 ein Rückgang auf rund acht Prozent zu verzeichnen ist.



Auf Rang 3 folgen Probleme im Bereich des Datenschutzes. Hauptsächlich ging es dabei um gefälschte Profile in sozialen Netzwerken und unerwünschte beziehungsweise widerrechtliche Veröffentlichungen von Fotos der eigenen Person. Auf dem vierten Rang folgen die klassischen Lieferprobleme wie verspätete Lieferungen oder Lieferverweigerungen, die insgesamt 7,9 Prozent aller Beschwerdefälle ausmachten. An fünfter Stelle der Beschwerdestatistik liegen Gewährleistungs- und Garantieverweigerungen bei der Lieferung mangelhafter Waren mit 5,1 Prozent.



Internet Ombudsmann hilft auch beim Thema Urheberrechtsverletzung



Ebenfalls unterstützt der Internet Ombudsman Konsumenten zu Urheberrechtsfragen. Vielen Internetnutzern ist noch nicht bewusst, wie einfach im Internet Urheberrechte Dritter verletzt werden können. Gleichzeitig kommt es zu oftmals überzogenen Schadensersatzforderungen – hier hilft der Internet Ombudsmann, die Forderungen deutlich zu reduzieren.



Watchlist Internet etabliert sich als Präventionsangebot



Mit der Watchlist Internet gibt es ein zusätzliches, kostenfreies Serviceangebot des Internet Ombudsmann. Dank der Unterstützung der Internet Privatstiftung Austria, des Sozialministeriums, der Bundesarbeitskammer und von willhaben.at informiert der Internet Ombudsmann auf www.watchlist-internet.at zu aktuellen Betrugsfällen, unseriösen Online-Shops und Online-Fallen. Die Watchlist Internet trägt dazu bei, dass Internetnutzer besser über Online-Betrug Bescheid wissen und kompetenter mit Betrugstricks umgehen lernen. Dadurch soll das Vertrauen in die eigene Online-Kompetenz und auch das Vertrauen in das Internet insgesamt gestärkt werden.



Seit Beginn der Watchlist Internet im Juli 2013, konnten bereits über eine Million (1.016.939) Besucher verzeichnet werden. Zahlreiche Rückmeldungen zeigen, dass ein Besuch der Seite die Watchlist-User vor finanziellem Schaden bewahrt hat. Über ein Meldeformular können Betroffene Betrugsfälle oder Online-Fallen selbst melden und so die Aufklärungsarbeit aktiv unterstützen. Insgesamt sind bisher 8.500 Meldungen von Internet-Usern – das entspricht rund 100 Meldungen pro Woche – eingegangen, die eine wichtige Grundlage für die fast täglich aktualisierten Warnungen auf der Watchlist sind.



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