Internet Ombudsmann: Rekord bei Beschwerden
 
Internet Ombudsmann

Rekord bei Beschwerden

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Abo-Fallen und Fake-Shops bleiben für den Internet Ombudsmann die Top-Themen.

Die Plattform "Internet Ombudsmann", ein Projekt des ACR-Instituts Österreich für angewandte Telekommunikation, hat den Jahresbericht für 2019 veröffentlicht. Insgesamt wurden 4.762 Beschwerden (plus 30 Prozent) und 5.584 Anfragen (plus 88 Prozent) bearbeitet. Die von der Beratungsstelle betreuten Fälle beinhalten eine Schadenssumme von 1,7 Millionen Euro.


Aktuell ist zwar die Beratung rund um E-Commerce zu Corona-Zeiten das dominanteste Thema, rückblickend sind allerdings mit 38 Prozent aller Fälle Abo-Fallen die häufigsten Stolpersteine beim Onlineshopping. Auch die Beschwerden zu unzulässigen Kreditkartenabbuchungen haben in diesem Kontext zugenommen. Der Internet Ombudsmann konnte jedoch in sämtlichen betreuten Fällen Entwarnung geben: Alle Abos waren unzulässig und für die Betroffenen entstanden nie Kosten.

Die zweitmeisten Beschwerden (16 Prozent aller Fälle) gab es zu Markenfälscher- und Fake-Shops im Internet. Am negativsten aufgefallen ist dabei der "Onlinehändler" cargoo.at aber auch zahlreiche unseriöse Anbieter aus China wurden unter die Lupe genommen.
Am häufigsten ging es um physische Produkte (55 Prozent), nur knapp dahinter (42 Prozent) wurden Dienstleistungen zum Streitthema und bei 22 Prozent waren Unklarheiten rund um Downloads digitaler Inhalte strittig.

Projektleiter Karl Gladt fasst zusammen: "Die deutliche Zunahme der Beschwerden heißt nicht zwingend, dass die Probleme für Konsumentinnen und Konsumenten mehr geworden sind. Die Steigerung belegt aber definitiv, dass unser Angebot für kompetente und unkomplizierte Unterstützung immer besser angenommen wird und sich immer mehr Menschen an uns wenden."

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