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Kann Apple Pay das kontaktlose Zahlen mit dem iPhone massenfähig machen?

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(Screenshot: www.apple.com)
(Screenshot: www.apple.com)

Apple hat mit der Pay-Funktion der neuen iPhone 6 und iPhone 6 Plus neue Erwartungen am Markt der Near Field Communication-Technologie hervorgerufen.

Wie sehen die Experten die Chancen auf einen Erfolg? etailment.at hat die wichtigsten Pressestimmen der vergangenen Tage für Sie zusammengefasst.



“Noch ist der Handel in Deutschland vielerorts auf NFC nicht vorbereitet. Bislang können erst 40.000 der mehr als 740.000 Terminals in Deutschland mit Mobilfunkgerät oder Karte kommunizieren”, schreibt Karsten Seibel von der “Welt”. Somit sind praktisch erst fünf Prozent der Terminals in Deutschland fähig, die neue Technologie zu nutzen, womit man laut Seibel weit unter dem europäischen und internationalen Durchschnitt liegt.



Jedoch schreibt Seibel, dass es Apple durchaus schaffen könnte, NFC aus der Nische in den Mainstream zu führen. Er zitiert Ulrich Dietz, Vorstandschef von GFT Technologies: “Weil das Unternehmen aus Cupertino bereits mit dem iPhone, dem iPad oder Diensten wie iTunes bei den Menschen voll ins Schwarze getroffen hat, ist ihm zuzutrauen, dass er auch das Mobile Payment in Deutschland aus der Nische herausführt.” Apple hat bereits Vereinbarungen mit den Kreditkartenunternehmen Visa, MasterCard und American Express getroffen. MasterCard hat zum Beispiel bereits reagiert und seinen Geschäftspartner auferlegt, dass alle neu aufgestellten Kassen mit 1. Jänner 2015 kontaktloses Zahlen ermöglichen müssen.



Einfache Handhabung



Charles Arthur von “The Guardian” streicht die hohe Funktionalität von Apple Pay heraus. NFC gibt es zwar schon einige Zeit, doch diese Technologie mit dem Smartphone auszunutzen, ist für ihn einfacher, als eine Karte aus der eigenen Geldtasche holen zu müssen. TouchID sieht Arthur als “bemerkenswert effektives System”, welches das Bezahlen schnell und einfach macht. Weniger glaubt Arthur an einen Hype durch die Marke Apple, die kontaktloses Bezahlen einer breiteren Masse zugänglich machen könnte, sondern eher die oben beschriebenen Vorteile der einfachen Handhabung.



Große Datenmengen



Auch Henning Steier von der Neuen Zürcher Zeitung sieht vor allem den Bedienkomfort als einen Pluspunkt, mit dem sich Apple Pay gegenüber anderen Services Vorteile verschaffen könnte. “Für das Bezahlen mit dem iPhone 6 oder 6 Plus muss man weder das Gerät entsperren, noch eine App starten. Der Käufer muss bloss den Finger auf den Touch-ID-Sensor und das Smartphone in die Nähe des Lesegerätes halten. Damit setzt man sich beispielsweise von PayPal und seiner App One Touch ab”, schlussfolgert Steier. Ebenso sieht Steier die große Kontaktzahl von 800 Millionen iTunes-Accounts als großen Vorteil, da Apple “als einziger Anbieter viele Händler, Zahlungsdienstleister, Kunden und Entwickler” eingespeichert hat.



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