Creditreform Österreich: KMU-Umfrage zur Digi...
 
Creditreform Österreich

KMU-Umfrage zur Digitalisierung

Creditreform
Angenommene Auswirkungen der Digitalisierung © Creditreform
Angenommene Auswirkungen der Digitalisierung © Creditreform

Die meisten mittelständischen Unternehmer in Österreich sind nach einer aktuellen Creditreform-Umfrage unter 1.700 heimischen Klein- und Mittelbetrieben bezüglich der digitalen Transformation ihres Betriebes optimistisch.

Diese Aufgeschlossenheit gegenüber der Digitalisierung zeigt auch ein weiteres Ergebnis: So sehen sich 17,0 Prozent der Befragten als Gestalter und nur 10,1 Prozent als Skeptiker. Besonders kreativ ist die Dienstleistungsbranche, wo jedes fünfte Unternehmen den Digitalisierungsprozess aktiv mitgestaltet (21,9 Prozent) – beim Verarbeitenden Gewerbe beträgt der Anteil 17,8 Prozent. Auf der anderen Seite ist im Verarbeitenden Gewerbe der Anteil der mittelständischen Unternehmer, die der Digitalisierung skeptisch gegenüberstehen, mit 16,8 Prozent am höchsten. Auch in der Baubranche gibt es noch recht viele Zweifler (14,8 Prozent).

Digitale Kompetenzen

Ihre Sachkenntnis bezüglich Digitalisierung und „Wirtschaft 4.0“ bewerten die KMU als ausreichend 36 Prozent als „sehr gut“. Besonders bei der Dienstleistungsbranche fühlt man sich sehr gut gerüstet für die Wirtschaft 4.0: Hier geben sich 45,1 Prozent der Betriebe gute Noten – beim Bau sind es dagegen nur 24,7 Prozent. Die wenigsten Mittelständler fühlen sich mit der Digitalisierung überfordert und beurteilen ihre digitalen Kompetenzen als mangelhaft oder ungenügend (2,7 Prozent). Den größten Nachholbedarf in dieser Hinsicht scheint es derzeit beim Verarbeitenden Gewerbe (5,6 Prozent) zu geben – beim Baugewerbe geben nur 1,2 Prozent der Befragten an, dass ihre digitalen Fähigkeiten unzureichend sind.

Sorgen

Am meisten machen sich die Unternehmen darüber Sorgen, dass im Rahmen der Digitalisierung ein unerlaubter Zugriff von außen möglich ist (57,3 Prozent). Problematisch sehen viele Befragte auch den Mangel an kompetenten Fachkräften (49,7 Prozent) sowie rechtliche Unsicherheiten (46,8 Prozent) und hohe Investitionskosten (41,0 Prozent). Ein Drittel der mittelständischen Unternehmen befürchtet zudem den Verlust geschäftlicher Informationen in der digitalen Welt (34,4 Prozent).

Politische Rahmenbedingungen

Die meisten der befragten Unternehmen bewerten die politischen Rahmenbedingungen der digitalen Transformation in Österreich recht positiv, allerdings könnte sich noch einiges verbessern. So sind 17,8 der Unternehmer der Ansicht, dass die Politik die notwendigen Impulse setzt und über ausreichende Kompetenzen verfügt. Fast die Hälfte der Befragten (45,7 Prozent) gesteht der Politik zu, dass sie die Herausforderungen der digitalen Transformation verstanden hat, jedoch bislang noch keine wegweisenden Impulse gesetzt hat. Allerdings – und dagegen – glauben 35,8 Prozent, dass die Politiker die digitale Transformation bis heute nicht verstehen.
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