Wirtschaftskammer Österreich: Lehre: Neuer Sc...
 
Wirtschaftskammer Österreich

Lehre: Neuer Schwerpunkt „Digitaler Verkauf“ kommt noch 2017

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V.l.n.r.: Barbara Thaler (Vizepräsidentin der WK Tirol), Jörg Schielin (Vorsitzender des Bildungspolitischen Ausschusses der Bundessparte Handel in der WKÖ), Iris Thalbauer (WKÖ-Geschäftsführerin der Bundessparte Handel) und Nina Trinkl (Programmleiterin MSc Handelsmanagement, FH Wien).
V.l.n.r.: Barbara Thaler (Vizepräsidentin der WK Tirol), Jörg Schielin (Vorsitzender des Bildungspolitischen Ausschusses der Bundessparte Handel in der WKÖ), Iris Thalbauer (WKÖ-Geschäftsführerin der Bundessparte Handel) und Nina Trinkl (Programmleiterin MSc Handelsmanagement, FH Wien).

Die Ausbildung zum E-Commerce-Einzelhandelskaufmann/-frau könnte ab 2018 starten.

Derzeit werden in Österreich im Lehrberuf Einzelhandelskaufmann/-frau 15 Fachschwerpunkte angeboten. Diese werden ab dem Lehrjahr 2017/18 durch den neuen Schwerpunkt „Digitaler Verkauf“ erweitert. Der Pilot ist auf fünf Jahre ausgerichtet, nach vier Jahren wird evaluiert, ob die Inhalte in den Regellehrberuf integriert werden. Die wichtigsten Details zum neuen Lehrangebot präsentierte die Wirtschaftskammer Österreich in Wien. CASH war vor Ort.

Attraktiver Schwerpunkt für junge Menschen
„Die Digitalisierung macht auch vor dem Handel nicht halt, da sich auch der Kunde digitalisiert hat“, wie Mag. Iris Thalbauer, WKÖ-Geschäftsführerin der Bundessparte Handel, gleich zu Beginn betonte. Durch diese neuen Voraussetzungen ist auch der Verkauf im digitalen Wandel begriffen: Beratung per Tablet, Bezahlen am Terminal per Near Field Communication (NFC) oder Kundenkarten am Smartphone haben die Arbeit verändert. „Diesen Entwicklungen wollen wir in der Ausbildung gerecht werden“, so Thalbauer bei der Präsentation des neuen Lehrangebots. Man müsse aber nicht nur die Lehrlinge zukunftsfit machen, sondern auch Unternehmer schulen.

Neue Technologien verkaufsfördernd einsetzen
„Mit neuen Store-Konzepten sind auch die Ansprüche an die Mitarbeiter gestiegen“, wie es KommR Jörg Schielin, Vorsitzender des Bildungspolitischen Ausschusses der Bundessparte Handel in der WKÖ, auf den Punkt brachte. Schon jetzt will man das neue Angebot an mögliche Lehrlinge kommunizieren, attraktiv sei der neue Schwerpunkt durch die Einbindung neuer Medien in den Berufsalltag vor allem für junge Menschen. Um auch digital für den neuen Schwerpunkt zu werben, hat man die Anwendung „APP in den Handel“ ins Leben gerufen, die zeigt, welche Unternehmen Lehrstellen anbieten. Ebenfalls zeigt ein Basischeck in der App, ob die Jugendlichen für eine Tätigkeit im Handel geeignet sind.

Lehrlinge, die sich in ihrer Ausbildung für den neuen digitalen Schwerpunkt entscheiden, sollen nicht nur die Anwendung technischer Hilfmittel, sondern auch deren strukturierten und verkaufsfördernden Einsatz erlernen, wie MMag. Barbara Thaler, Vizepräsidentin der WK Tirol, betonte: „Dies beginnt beim Verkaufsgespräch bis hin zu Social-Media-Marketing, dem Newsletter und Bewertungen im Internet.“ Lehrlinge mit dem Schwerpunkt „Digitaler Verkauf“ sollen nach ihrer Ausbildung Betrieben ebenso helfen können, Online-Angebote in Webshops optimal aufzubereiten.

Eigene E-Commerce-Lehre könnte 2018 kommen
Ein weiterer Vorstoß in der Aufwertung des Lehrangebotes könnte die Einführung einer eigenen Lehre zum E-Commerce-Kaufmann/-frau sein, die laut Schielin „frühestens im Sommer 2018 kommen könnte“. Dies wäre ein weiterer Schritt der Wirtschaftskammer zur Modernisierung des Lehrberufs. Die Aus- und Weiterbildung soll auch noch nach der Lehre weitergehen, dafür wurde bereits die Berufsakademie Handel mit den Angeboten „Akademischer Handelsmanager“ und „MSc Handelsmanagement“ geschaffen.

Ziel des neuen Schwerpunkts „Digitaler Verkauf“ soll es sein, den Lehrberuf für jugne Menschen weiter aufzuwerten. „Wir wollen zeigen, dass die Lehre eine attraktive Ausbildung ist, mit der auch später Matura oder ein akademischer Grad möglich sind. Wir arbeiten daran, dies nach außen hin zu transportieren“, so Thalbauer abschließend.

V.l.n.r.: Barbara Thaler (Vizepräsidentin der WK Tirol), Jörg Schielin (Vorsitzender des Bildungspolitischen Ausschusses der Bundessparte Handel in der WKÖ) und Iris Thalbauer (WK-Geschäftsführerin der Bundessparte Handel).
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V.l.n.r.: Barbara Thaler (Vizepräsidentin der WK Tirol), Jörg Schielin (Vorsitzender des Bildungspolitischen Ausschusses der Bundessparte Handel in der WKÖ) und Iris Thalbauer (WK-Geschäftsführerin der Bundessparte Handel).
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