Mastercard: Masterpass kommt nach Österreich
 
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Masterpass kommt nach Österreich

Mastercard/Josef Schuster
Gerald Gruber, General Manager Mastercard Austria © Mastercard/Josef Schuster
Gerald Gruber, General Manager Mastercard Austria © Mastercard/Josef Schuster

Mastercard launcht Masterpass, eine Plattform für digitales Bezahlen im Internet, jetzt auch in Österreich. Ob und wie viele Lebensmittelhändler auf die neue Dienstleistung anspringen, bleibt abzuwarten.

Mastercard stellte heute (23. August) seine Zahlungs-Dienstleistung Masterpass in Wien vor. Während der Masterpass in Österreich noch in den Kinderschuhen steckt, wird er laut Mastercard Austria General Manager Gerald Gruber, bereits von 300.000 Onlineshops aus 40 Ländern weltweit genutzt bzw. angeboten. Doch worum geht es dabei eigentlich und was ist der Masterpass? Diese Frage stellte sich so manch ein Journalist auch noch nach der Präsentation, denn der Masterpass, der den Bezahlvorgang im Internet vereinfachen soll, ist nicht schnell erklärt.

Gerald Gruber war sichtlich bemüht, den Anwesenden die neue Plattform näher zu bringen. „Wir bieten unseren Partnern, also Banken und Händlern, mit Masterpass eine Plattform für kundenfreundliches und sicheres Bezahlen in der digitalen Welt", so Gruber. Masterpass definiere dazu Standards für digitale Wallets – also digitale Portemonnaies – und entsprechende Bezahlprozesse. Die Dienstleistung richtet sich nicht an Endkunden, sondern an Banken und Händler, stellt Gruber klar. Ob Kosten für den Endkunden entstehen, würde von den Transaktionskonditionen der jeweiligen Banken abhängen. 

Und so funktioniert es für den Endkunden
Nach einer einmaligen Registrierung, bei der Authentifizierungsmaßnahmen wie Fingerprint oder Gesichtsscan zum Einsatz kommen, kann der User all seine Kredit- und Maestrokarten in der Wallet von Masterpass abspeichern. Möchte er danach über Computer, Smartphone oder Tablet bei einem Onlinehändler, der Masterpass als Zahlungsmethode anbietet, einkaufen, loggt er sich bei Masterpass ein und die Wallet erledigt den Rest. Konkret: Man benötigt keine Kreditkartennummern und Überprüfungscodes oder Versandinformationen einzugeben, da diese bereits gespeichert sind und automatisch abgerufen werden.

Was die Sicherheit des Bezahlvorgangs angeht, sagt Gruber: „Die in die Masterpass-Wallet eingebauten, mehrstufigen Sicherheitsprozesse machen die Zahlung besonders sicher." Denn kundenspezifische Daten würden immer verschlüsselt versendet werden. Der Vorteil für die Unternehmen liege ihmzufolge u.a. darin, dass für Masterpass kein Terminal benötigt wird und es somit kostensparender ist. „Digitales Bezahlen ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Zukunft und zwar nicht nur für die Finanzbranche selbst, sondern für alle Unternehmen der österreichischen Wirtschaft."

Ob und wie viele österreichische Händler und Banken von Masterpass Gebrauch machen werden, wollte Gruber nicht verraten. Man sei derzeit noch in Gesprächen. Es bleibt also abzuwarten ob schon bald der eine oder andere Lebensmittelhändler Masterpass in seinen Onlineshop lässt.
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