Mjam: Mjam schluckt foodora
 
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Mjam schluckt foodora

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Ab April werden 760 Fahrradkuriere in Grün statt Pink unterwegs sein.© Mjam
Ab April werden 760 Fahrradkuriere in Grün statt Pink unterwegs sein.© Mjam

Fahrer werden übernommen, ab April gibt es nur noch MjamPlus.

Nach dem Ende von ÜberEats in Wien wird es einen weiteren Essenslieferanten weniger geben: Mjam wird foodora übernehmen. Ab April werden die zusammengelegten Dienste als "MjamPlus" vertreten sein. Beide Unternehmen gehören bereits zum selben Konzern, Delivery Hero mit Sitz in Berlin.

„Wir vereinen die Erfolgsfaktoren der bisher in Österreich etablierten Modelle im Food-Delivery-Business zu einem Team und einer Marke mit nationaler Reichweite: Auf der einen Seite steht foodoras moderner und hochwertiger Brand-Auftritt mit erfahrener Flotte und angesagten Restaurant-Partnern. Auf der anderen Seite Mjam als österreichweit etablierte Marke mit einem deutlich größeren Kundenstamm, umfassendem Restaurant-Portfolio und einem explizit lokalen Fokus. Unser Ziel ist es, unseren Kunden in jeder Situation und für jedes Bedürfnis das richtige Angebot anzubieten, daher ist die Kombination beider Dienste innerhalb einer Plattform genau der richtige Schritt“, beschreibt Artur Schreiber, seit dem Vorjahr operativer Geschäftsführer der Marken Mjam und foodora, die Beweggründe für den Zusammenschluss. Der von ihm erwähnte Kundenstamm beinhaltet 2.200 Restaurants in ganz Österreich.

Grün statt pink
Die seit 2015 in Wien fahrenden Fahrradkuriere in pink werden aus dem Stadtbild verschwinden, jedoch nicht aus dem Unternehmen. 600 in Wien und 160 in Graz, Innsbruck, Salzburg und Klagenfurt tätige Freiberufler werden zu einer Flotte zusammengefasst, die bald in "Mjam-Grün" unterwegs sein wird. Für die "Rider" soll es keine Veränderungen geben, die seit 1. Jänner 2019 eingeführte Lohnerhöhung auf mindestens 8 Euro pro Stunde bleibt erhalten.

Vorteil für die selbstständigen Fahrer sowie für die betreuten Restaurants soll die Kombination aus Mjam-Kundenstamm und foodora-Infrastruktur sein. Außerdem soll der Fokus auf eine Marke ein entsprechend fokussiertes Werbe-Budget ermöglichen. Die Anzahl der Kuriere könnte sich bis zum Zusammenschluss noch erhöhen, so wurde nach dem Aus von ÜberEats seitens Mjam angekündigt, dass die 200 von der Schließung betroffenen Fahrer gezielt angeworben werden.
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