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Mobile Day zeigte neue mobile Erlebniswelten für Retail und POS

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Harald Winkelhofer, CEO von IQ mobile. (Foto: Redaktion)
Harald Winkelhofer, CEO von IQ mobile. (Foto: Redaktion)

IQ mobile lud am 27. Juni 2016 zum Mobile Day in die Marx Media Hallen in Wien.

Experten präsentierten mobile Interaktions- & Conversion-Konzepte, mit denen die Kundenansprache und -gewinnung über mobile Endgeräte bestmöglich gelingen soll. etailment.at war vor Ort und berichtet von der Veranstaltung.

Harald Winkelhofer führte in den Abend mit seiner Keynote ein: „Wie wir alle beobachten, verändert sich das Konsumentenverhalten.“ Zum Beispiel haben seit 2015 die vier größten Messenger eine höhere Nutzung als die vier größten Social-Media-Kanäle. Die tägliche Mediennutzung hat sich prinzipiell verändert, dadurch ist eine andere und individuellere Kundenansprache gefragt.

Viele Händler haben in den vergangenen Jahren Fläche gekauft, um die Marktführerschaft zu erlangen. „Es wird jedoch um die Kombination gehen und wie man diese als Händler perfekt ausnützt.“ Mobile spielt in der On-, als auch in der Offline-Welt eine wichtige Rolle. Digitale Umkleidekabinen nannte Winkelhofer als eine der Entwicklungen im stationären Handel, die eine Verbindung zwischen On- und Offline forcieren.

Vier Erfolgsfaktoren

Orte der Inspiration sowie Transaktion der Kunden müssen laut Winkelhofer stärker zusammenwachsen. Dafür benötigt es vier Erfolgsfaktoren: Erstens muss die passende Technologie richtig eingesetzt werden, zweitens sollte on- und offline zusammengeführt werden, drittens braucht es Daten, die sinnstiftend eingesetzt werden. Viertens benötigt es Kreativität. „Diese war schon immer gefragt, wird aber in Zukunft noch mehr in den Mittelpunkt rücken.“

Winkelhofer nannte einige Beispiele, wie diese vier Erfolgsfaktoren optimal eingesetzt werden. So etwa beim Amazon Bookstore in Seattle. „Amazon zeigt, was in Sachen Mobile, On- und Offline möglich ist“, erklärte Winkelhofer. „Amazon schickt mich in die richtige Ecke im Store, die aufgrund meines Userverhaltens zu mir passt.“

Mobile bereits Recherchekanal Nummer 1

Wie man Kunden per Mobile richtig anspricht, zeigte Francois Roloff, Managing Director von Madvertise, durch die Präsentation von einigen Cases. „Ich will zeigen, dass der Umbruch mehr als notwendig ist“, so Roloff, „Mobile ist heute schon der Nummer 1 Recherchekanal.“ Der Großteil der Einkäufe findet noch immer offline statt. Online ist aber laut Roloff der Treiber für die Umsätze von Unternehmen, der Stationärhandel hat mit Stagnation zu kämpfen. „Mobile wird noch zu wenig eingesetzt, um Kunden von den eigenen Produkten zu begeistern“, erklärte Roloff.

„Eine nette Verbindung zwischen On- und Offline ist zum Beispiel eine Kampagne von uns für Stadium.“ Kunden der Sporthauskette aus Schweden wurden am Mobilgerät darauf aufmerksam gemacht, dass sie 20 Prozent auf ihren nächsten Shopbesuch erhalten, wenn sie auf das Werbemittel klicken. Durch den Coupon konnte anschließend analysiert werden, wie viele User auf den Banner geklickt haben. Laut Roloff ist die Kampagne einfach durchzuführen, trotzdem effizient und ebenfalls messbar.

Die Gewinnung von High-Quality-Usern

App Media möchte für Unternehmen nicht nur einfach Kunden gewinnen, sondern High-Quality-User, die wertvoll für das Unternehmen sind, wie Jan Karnath, Managing Director, im Anschluss erklärte. High-Quality-User sind natürlich von App zu App verschieden. Jedoch haben alle Apps das gleiche Problem: 98 Prozent der User sind nach mehreren Wochen wieder weg.

Wie finde und akquiriere ich die richtigen User? Karnath wollte diese Frage mit einem Beispiel aus der Praxis beantworten: „Wir haben einen spannenden Case mit einem Retail-Unternehmen gemacht.“ Ein App Push wurde vorgenommen. Zu einem gewissen Zeitpunkt wurde die App in die Top 10 der Kategorie Lifestyle in Deutschland gebracht. „Wir haben deutlich mehr Sichtbarkeit erzeugt und somit natürlich auch mehr Downloads.“ Das Ergebnis: Bei den organischen Downloads war noch wenige Wochen nach der Kampagne eine sichtbare Steigung zu erkennen.

„Wie-ich-will“ für T-Mobile-Kunden: Auswahl ohne Überforderung

„Wir haben unser Unternehmen für Österreich gegenüber dem deutschen Markt adaptieren müssen. Es gab Personen, die uns mit A1 verwechselt haben“, so Thomas Mayer von T-Mobile Austria. Der Vice President Brand Communication sprach im abschließenden Vortrag über das Markenerlebnis am mobilen Gerät. „Wir haben das Logo gleichgelassen, aber das war’s dann schon.“ Ziel war es, dem Unternehmen in Österreich ein Alleinstellungsmerkmal zu geben. Es wurde das „Wie-ich-will“-Prinzip ins Leben gerufen.

Die vier Millionen Kunden von T-Mobile in Österreich haben eine Vielzahl an Auswahlmöglichkeiten, um ein für sich passendes Erlebnis zu schaffen. Gleichzeitig sollen diese aber durch Komplexität nicht überfordert werden. Als eine der schwierigsten Aufgaben nannte Mayer das Markenerlebnis an allen Touchpoints. Vor allem in den Stores müssen Mitarbeiter den Unique Selling Proposition von T-Mobile leben und vermitteln können. Dies soll durch laufende Schulungen verinnerlicht werden. Mobil wird entweder am Ohr oder am Finger erlebt. Für den Finger stellt T-Mobile Apps für die Bereiche Information, Benefits und Gamification bereit.

Francois Roloff, Managing Director von Madvertise. (Foto: Redaktion)
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Francois Roloff, Managing Director von Madvertise. (Foto: Redaktion)


Jan Karnath, Managing Director von App Media. (Foto: Redaktion)
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Jan Karnath, Managing Director von App Media. (Foto: Redaktion)


Thomas Mayer, Vice President Brand Communication von T-Mobile. (Foto: Redaktion)
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Thomas Mayer, Vice President Brand Communication von T-Mobile. (Foto: Redaktion)
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