Otto Group: Möbel: Heute bestellt, morgen gel...
 
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Möbel: Heute bestellt, morgen geliefert

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Bis 2020 will die Otto Group Next Day Delivery beim Möbelkauf möglich machen. Für dieses Ziel wird derzeit ein Lager in der Region Nürnberg gebaut.

Wer neue Möbel benötigt, muss bei sperrigen Produkten oftmals mehrere Wochen warten, bis diese nach dem Kauf geliefert werden. Der deutsche Versandhändler will diesen Vorgang einfacher und vor allem schneller machen. Jetzt hat das Unternehmen angekündigt, Next Day Delivery bis 2020 auch auf das Segment Möbel ausrollen zu wollen. Um dieses Ziel möglich zu machen, wird derzeit in der Region Nürnberg ein großes Lager gebaut.

„Ein Sofa zu liefern, ist eben doch eine andere Hausnummer, als ein Paar Schuhe oder eine Jeans zu verschicken“, gesteht Marieke Hartung, Leiterin der Otto Logistik-Projekte, ein. Trotzdem soll eine zügige Möbellieferung am nächsten Tag möglich werden. Wie Hartung verkündet, sollen 2020 alle Aufträge, die bis 15 Uhr eingehen, am nächsten Tag geliefert werden. Um die Zustellung ordnungsgemäß und schnell über die Bühne zu bringen, greift man auf Versanddienstleister zurück – im Falle von Otto ist das der Hermes Einrichtungs Service, kurz HES, eine Tochter der Otto Group.

Next Day Delivery nicht für alle Waren möglich
Gleichzeitig räumt man aber auch ein, dass Next Day Delivery nicht für alle Möbel möglich sein wird. „Das liegt daran, dass es dieses Möbelstück zum Zeitpunkt der Bestellung meist noch gar nicht gibt“, erklärt André Müller, Otto Direktor Home & Living. Bei individuell konfigurierten Möbeln braucht es eine gewisse Vorlaufzeit, um diese zu produzieren. Um hier trotzdem schnell reagieren zu können, will Otto wissen, was der Kunde will – durch Datenprognosen kann so also vorproduziert werden. Dadurch kann Mainstream-Ware eingelagert werden. Müller: „Das sind solche Möbel, die einen breiten Geschmack treffen, von denen wir also wissen, dass sie schnell ihre Abnehmer finden.“ Für die Zukunft prognostiziert Müller aber noch mehr Spaß beim Möbelkauf: Dies wird etwa durch Augmented Reality oder Visual Search – sprich: man fotografiert sein Traumsofa und lässt es durch die Suchmaschine finden – möglich gemacht werden.
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