Nets: Das neue Online-Normal
 
Nets

Das neue Online-Normal

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Wie der E-Com Report DACH 2020 zeigt, wird der Boom beim E-Commerce bleibende Spuren im Konsumverhalten hinterlassen.

Der Zahlungsdienstleister Nets hat von Kantar Sifo untersuchen lassen, wie im DACH-Raum online eingekauft wird. Das Resultat überrascht mittlerweile kaum: Von den rund 4.000 befragten Konsumenten haben rund 97 Prozent etwas online gekauft, alleine in Österreich wurden dafür 23,2 Milliarden Euro ausgegeben. Der Großteil davon (68 Prozent) für physische Waren, 16 Prozent entfielen auf Dienstleistungen und ebensoviel wurde für Reisen ausgegeben. Bezüglich der greifbaren Ware haben 41 Prozent Kleidung gekauft, 27 Prozent Arzneimittel und ein Viertel Lebensmittel. Im Drei-Länder-Vergleich sind Medikamente, Beauty-Produkte, Haushaltsgeräte und Elektronik, Brillen und Sport- sowie Freizeitartikel bei den Österreichern beliebter als bei Deutschen oder Schweizern. Dafür sind wir online weniger kauffreudig bei der Bekleidung, bei Lebensmitteln und bei Schuhen.

Bezahlt wird zumeist mit Kreditkarten (49 Prozent), gefolgt von Sofortüberweisungen (38 Prozent) und schließlich finden sich Wallets (wie PayPal) und der Kauf auf Rechnung mit jeweils 35 Prozent auf Platz 3. Bemerkenswert ist hierbei, dass Kreditkarten bei den Schweizern mit 68 Prozent enorm beliebt sind, während sie im Deutschen E-Commerce mit 29 Prozent nicht die häufigste Payment-Art darstellen. Diese belegen mit 50 Prozent mittlerweile die Wallets. Sieht man sich die Gründe für die Verwendung der unterschiedlichen Bezahlmethoden an (Geschwindigkeit, einfache Bedienung, Sicherheit, usw.), fällt jedoch auf, dass die hierzulande so beleibte Kreditkarte zwar durchwegs gute Bewertungen erhält, aber in keiner Kategorie Höchstwerte erzielt.

Öfter als früher kaufen übrigens 38 Prozent aller Österreicher online ein. Etwas mehr als die Hälfte (53 Prozent) werden laut der Umfrage nach der Pandemie zum alten Einkaufsverhalten zurückkehren. Gleichzeitig sagen aber 24 Prozent, dass dem sicherlich nicht so sein wird. Bevorzugt wird auf Online-Marktplätzen eingekauft (53 Prozent), hingegen nutzen 36 Prozent lieber direkt die Webshops der Händler. Bei der Studie wurde auch nachgefragt, welche Services gerne abonniert werden. Streaming liegt hierbei mit 45 Prozent weit vorne, Lebensmittel-Abos mit 4 Prozent weit hinten. Und schließlich wurde ein Blick auf den grenzüberschreitenden E-Commerce geworfen, denn 60 Prozent der Österreicher kaufen bei Onlineshops aus Deutschland. China liegt mit 12 Prozent weit dahinter, gefolgt von der USA (5 Prozent) und Großbritannien (4 Prozent), wobei es hier mit dem Brexit schwierig wird. Das häufigste Argument für den Kauf im Ausland ist der günstigere Preis (53 Prozent), dagegen spricht für 30 Prozent die umständliche Rücksendung.

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