OeNB: Inflationsberechnung ignoriert Onlineha...
 
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Inflationsberechnung ignoriert Onlinehandel

Andreas Hermsdorf/pixelio.de

Der potenziell preisdämpfend wirkende Onlinehandel wird für die Inflationsberechungen der Österreichischen Nationalbank (OeNB) noch nicht erhoben.

Österreichs Inflation sollte in den nächsten Jahren jeweils weniger als 2,0 Prozent betragen. Die am 14. Jänner 2020 veröffentlichte Schätzung der OeNB geht für heuer von einer nach EU-Standard harmonisierten Inflationsrate (HVPI) von 1,4 Prozent aus. Für die Folgejahre 2021 und 2022 lauten die Schätzungen 1,5 bzw. 1,6 Prozent. Für die niedrigere Inflationsrate 2020 sind vor allem die gesunkenen Rohölpreise verantwortlich, so die OeNB. Im Oktober 2019 war man noch von einer Inflationsrate von heuer 1,6 Prozent ausgegangen.

Die OeNB gesteht jedoch ein, dass die Messung der Inflationsrate immer auch mit Ungenauigkeiten behaftet ist. So werden derzeit der Onlinehandel sowie die Kosten von Eigenheimen nicht in der Berechnung der Teuerung erfasst. Der Onlinehandel würde demnach potenziell preisdämpfend wirken, die angestiegenen Kosten für Eigenheime wiederum die Inflation nach oben treiben. Laut OeNB würden sich die beiden Messfehler jedoch tendenziell ausgleichen. Die Statistik Austria plant übrigens, die Komponente Onlinehandel in Zukunft in ihre Messungen aufzunehmen.
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