Österr. E-Commerce-Gütezeichen: Jeder fünfte ...
 
Österr. E-Commerce-Gütezeichen

Jeder fünfte Artikel wird zurückgeschickt

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Für ein Drittel der österreichischen Onlineshopper ist ein kostenloser Rückversand kaufentscheidend.

Bereits im November/Dezember 2019 führte MarketAgent im Auftrag des Österreichischen E-Commerce-Gütezeichens eine repräsentative Umfrage bei 1.000 Österreicherinnen und Österreichern durch, die nun angesichts weitläufig geschlossener Geschäfte und damit sprunghaft angestiegener Onlineverkäufe aktueller denn je ist. Konkret erhob das Marktforschungsunternehmen die Rücksendegewohnheiten der heimischen Bevölkerung im Onlinehandel. Demnach nutzen 83 Prozent der Befragten (zwischen 14 und 65 Jahren) das gesetzlich geregelte 14-tägige Rücktrittsrecht. Dabei zeigt sich, dass Frauen diese Möglichkeit häufiger in Anspruch nehmen als Männer und auch im Altersvergleich sind die 14- bis 29-Jährigen besonders retournierfreudig.

Generell wird in Österreich rund jeder fünfte im Onlinehandel bestellte Artikel zurückgeschickt. Wenig überraschend ist die Retourquote bei Bekleidung, Schuhen und Accessoires am größten. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Unterhaltungselektronik sowie Sport- und Freizeitartikel. Interessantes Detail: Rund ein Viertel der Befragten bestellt grundsätzlich mehrere Varianten zur Auswahl, sodass eine Rücksendung beim Kauf quasi schon inkludiert ist. Dies führt unter anderem dazu, dass für 34,7 Prozent ein kostenloser Rückversand kaufentscheidend ist.

Kampf der "Retournitis"

"Retouren sind im Onlinehandel ein Teil des Geschäftsmodells. Einfache Rücksendemöglichkeiten, großzügige Rückgabefristen und kostenlose Retouren wurden von Beginn an als Kaufanreiz eingeräumt und sind heute kaum noch wegzudenken", so Thorsten Behrens, Geschäftsführer des Österreichischen E-Commerce-Gütezeichens, der gleichzeitig anmerkt: "Immer mehr Anbieter gehen auch dazu über, einen kleinen Betrag für die Bearbeitung von Retouren einzuheben und diese nicht mehr kostenlos anzubieten. Das soll Käufer erziehen und sie dazu anregen, nur mehr jene Produkte zu bestellen, die auch wirklich gebraucht werden." Weiters ist es eine immer beliebtere Methode, das Rücksendeetikett nicht mehr im Paket beizulegen. Will jemand etwas zurückschicken, muss er das Unternehmen kontaktieren und sich das Etikett zuschicken lassen oder auf der Website des Händlers herunterladen. 
 
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