Handelsverband: Österreich rutscht beim Digit...
 
Handelsverband

Österreich rutscht beim Digital-Index ab

pixabay.com - fancycrave1
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Bei der EU-weiten Studie landet Österreich auf Platz 13 - führend bleiben die skandinavischen Länder.

Der Digital Economy and Society Index, kurz DESI, wird von der EU jährlich erhoben, wobei die Mitgliedsländer auf ihre digitale Schlagfähigkeit untersucht werden. Dabei werden fünf Schwerpunkte analysiert: Konnektivität, Humankapital, Internetnutzung, Integration der Digitaltechnik und digitale öffentliche Dienste. Österreich ist dieses Jahr um einen Platz im Ranking gefallen: Mit einem Index-Wert, der nur knapp über dem EU-Durchschnitt liegt, schaffen wir es auf Rang 13.

Der Handelsverband hat einen Blick auf die Individual-Rankings bei den Schwerpunkten geworfen:

Konnektivität - Platz 16
Gerade bei den ländlichen Regionen schwächelt die digitale Infrastruktur noch. Daher wünscht sich der Handelsverband: "5G-Rollout forcieren! Konnektivität ist die Basis für modernes Wirtschaften."

Humankapital - Platz 8
Die einzige Top-10-Platzierung Österreichs ist den hohen Ausbildungs-Standards zu verdanken. Hier wird der richtige Weg hervorgehoben, so gibt es etwa eine eigene Lehre zum eCommerce.

Internetnutzung - Platz 14
85 % der Bevölkerung nutzen das Internet mindestens einmal wöchentlich, lediglich 10 % haben es noch nie genutzt. Nur 16% der heimischen Internetnutzer verkaufen online, gegenüber 23% im EU-Schnitt.

Integration der Digitaltechnik - Platz 19
"Der digitale Einfluss im Handel hat sich binnen 5 Jahren verzehnfacht. Um dem Kaufkraftabfluss von fast 60% im Onlinehandel entgegenzuwirken, braucht es einen New Digital Deal und mehr FairCommerce", heißt es in der Aussendung des Handelsverbandes. Besonders KMUs haben beim Online-Vertrieb Aufholbedarf.

Digitale öffentliche Dienste - Platz 12
Die Initiative Digital Austria sammelt hier bereits Kompetenzen aus dem ganzen Land, um sie weiterzugeben. Damit sind die Weichen für erfolgreiches eGovernment bereits gestellt.

"Der DESI-Bericht attestiert Österreich ein langsames Vorankommen in Sachen Digitalisierung. Im Vergleich mit den leistungsstärksten skandinavischen Ländern hat sich der Abstand vergrößert. Hierzulande sind zwar finanzielle Mittel und Fördertöpfe vorhanden, um den digitalen Wandel vor allem bei KMUs zu unterstützen, allerdings sollten diese effektiver verteilt werden. Es geht darum, bestehende praxisnahe Branchen-Hubs, die bereits erfolgreich funktionieren, die die digitale Transformation gemeistert haben und erfolgreich Angebote anbieten, zu verstärken, zu forcieren und damit neue Wege zu gehen", so Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will.
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