Handelsverband: Offener Brief an die WTO
 
Handelsverband

Offener Brief an die WTO

pexels.com/iPrice Group
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55 eCommerce-Verbände fordern faire Besteuerung beim internationalen Handel.

Im Rahmen des Weltwirtschaftsforums in Davos haben 55 eCommerce-Verbände - Österreich wurde durch den Handelsverband vertreten - einen offenen Brief an die teilnehmenden Wirtschafts- und Handelsminister verfasst. Darin wurde gefordert, die Rahmenbedingungen des globalen Digital-Handels zu überarbeiten und die Besteuerung für grenzüberschreitende Geschäfte fairer zu gestalten. Auch die Überprüfung des aus dem Jahr 1998 stammenden Besteuerungsmoratoriums für elektronische Dienste – eine langjährige Forderung insbesondere von Schwellenländern – steht im Raum. Neu sind die Forderungen nicht, sie wurde bereits beim WTO-Gipfel 2018 gestellt - jedoch ohne Erfolg.

Nun hat der offene Brief, dessen Inhalt unabhängig von der WTO erarbeitet wurde, Wirkung gezeigt: Die Minister aus 32 Ländern haben sich darauf geeinigt, ab Ende März die Verhandlungen für ein internationales Abkommen rund um den Bereich E-Commerce aufzunehmen.

"Es freut uns sehr, dass unser offener Brief Wirkung gezeigt hat. Jetzt geht es darum, möglichst rasch ein tragfähiges Abkommen auf den Boden zu bringen, um aus dem digitalen wilden Westen endlich ein level playing field zu machen", so Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will. Weiter heißt es: "Der Handelsverband wird sich in den Verhandlungen aktiv einbringen. Wir wollen eine faire Besteuerung der Digital Champions sicherstellen und mittelständische heimische Händler dabei unterstützen, auch im Cross Border eCommerce zu reüssieren."
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