: Online-Marktplätze: Vielfältige Angebote f...
 

Online-Marktplätze: Vielfältige Angebote für Österreichs Händler

-
Welcher Marktplatz eignet sich für welchen Händler? etailment.at hat die wichtigsten Online-Marktplätze für den österreichischen Handel zusammengefasst.
Welcher Marktplatz eignet sich für welchen Händler? etailment.at hat die wichtigsten Online-Marktplätze für den österreichischen Handel zusammengefasst.

Händler wollen am E-Commerce-Kuchen mitnaschen. Dafür greifen sie nicht nur auf eigene Onlineshops zurück, sondern auch auf verschiedene Online-Marktplätze. etailment.at hat die einzelnen Marktplätze etwas genauer unter die Lupe genommen.

Auch Österreichs Händler wollen am E-Commerce-Kuchen mitnaschen. Dafür greifen sie nicht nur auf eigene Onlineshops zurück, sondern auch auf verschiedene Online-Marktplätze: 36,4 Prozent der Top 250 Onlineshops aus Österreich verkauften 2013 zusätzlich über Amazon, 26,8 Prozent bieten ihre Produkte auch auf Ebay an. Auf Rakuten sind insgesamt etwa 700 österreichische Händler vertreten. Seit kurzem stellen auch die jungen E-Commerce-Anbieter Atalanda und Coolshop eine Online-Infrastruktur für Händler bereit. Und auch die Post will noch im Herbst 2014 ein E-Commerce-Portal für heimische KMU launchen. etailment.at hat die einzelnen Marktplätze etwas genauer unter die Lupe genommen.



Amazon: Preiskampf macht Händlern zu schaffen



Für viele Händler ist der Online-Riese Amazon mittlerweile zur leidigen Pflicht geworden. Hier vertreten zu sein, spielt für Händler schon wegen der Größe und dem Namen des Online-Riesen eine wesentliche Rolle – Stichwort Reichweite und Auffindbarkeit. Allerdings tobt auf Amazon der Preiskampf, der „Terror der Vergleichbarkeit“, der vielen Händlern zu schaffen macht. Zudem stellt Amazon hohe Auflagen an Händler, die sich auf dem Marktplatz präsentieren wollen. Für monatlich 39,90 Euro können Händler den Amazon Marketplace nutzen, zusätzlich fallen Provisionen von sieben Prozent bei Elektronik bis zu 35 Prozent bei Kindle-Zubehör an. Bei audiovisuellen Medien gehen Abschlussgebühren von 1,01 bis 1,91 Euro je Produkt an Amazon. Auf Wunsch übernimmt Amazon für Händler auch die Logistikprozesse. Der große Vorteil von Amazon: Kunden kaufen aller Negativmeldungen zum Trotz gerne dort ein, vertrauen auf das allseits bekannte amazonische Kaufprozedere und sind dort meist schon registriert.



Rakuten.at: Für Nischenanbieter mit Emotionalität und Story 



Eigentlich eignen sich Online-Marktplätze ja nicht besonders gut, um Produkte über den Faktor Emotionalität zu verkaufen – zu sehr stehen auf diesen Verkaufsplattformen die Vergleichbarkeit und der Wettbewerb im Vordergrund. Rakuten.at will es besser wissen und verfolgt einen händlerzentrierten Ansatz, indem es die Geschichte seiner Händler in den Vordergrund des Kauferlebnisses stellt. „Wir sagen unseren Händlern: Stellt euch in den Vordergrund und zeigt, was euch von den anderen unterscheidet. Der Service und ein gewisser USP des Händlers wird vom Kunden sehr wohl honoriert“, erklärt der österreichische Rakuten-CEO Dieter Kindl. Rakuten.at richtet sich an Nischenanbieter aus dem KMU-Bereich, die ihre Produkte international verkaufen wollen – vor allem die Bereiche Haus, Garten, Nahrungs- und Genussmittel sind dort gefragt. Die Kosten will Rakuten.at für seine Shopbetreiber so niederschwellig wie möglich halten: Beim Einstieg fallen einmalig 49 Euro an, danach 39 Euro monatliche Grundgebühr. Für Verkäufe wird eine Provision an Rakuten von fünf Prozent (zum Beispiel bei Elektronik-Artikeln) bis neun Prozent schlagend, abhängig von den Margen in den verschiedenen Produktkategorien. Für den Versand sind die Händler selbst verantwortlich. 80 Prozent aller Verkäufe von österreichischen Shops gehen ins Ausland, vor allem nach Deutschland.



Coolshop: Das Rundum-Sorglos-Ecommerce-Paket im Abo



Der junge Startup Coolshop wurde im Jänner 2014 von Johannes Meßner gestartet und bietet eine Onlineshop-Lösung für Einzelhändler an. Für 49,90 Euro pro Monat erhalten Händler einen eigenen Online-Shop im individuellen Design, bereitgestellt wird das Online-Paket innerhalb von 24 Stunden. Kosten für Server, SSL-Verschlüsselung und Payment Service Provider sind inkludiert. „Dabei helfen wir auch, durch unsere Überplattform, den Bekanntheitsgrad zu steigern“, erklärt Coolshop-Sales Manager Christoph Lechner. Bestellungen leitet Coolshop.at direkt zum Geschäft des Händlers weiter, der die Produkte vor Ort verpackt und vom Geschäft versendet. Etwa 50 Händler sind derzeit auf Coolshop gelistet. Seit Juli 2014 gibt es mit dem „villachShop“ ein Local Commerce-Portal aus dem Hause Coolshop. Dort können sich regionale Händler aus der Kärntner Kleinstadt präsentieren und ihren Kundenkreis erweitern.



Atalanda: Local Commerce und Same Day Delivery



Im vergangenen Jahr in Salzburg gestartet, will der Online-Marktplatz Atalanda seinen Dienst ab September 2014 auf die Bundeshauptstadt Wien ausweiten. Ähnlich wie Coolshop hat sich auch Atalanda voll und ganz dem Local Commerce verschrieben. Hervorheben und abgrenzen will sich der Dienst mit Same Day Delivery Services: Online-Shopper, die bis 17 Uhr bestellen, sollen ihre Ware noch am selben Abend in den Händen halten – die Lieferung soll 4,95 Euro oder weniger kosten und kann auch vom Atalanda-Kurierdienst Atalogics übernommen werden. “Tagsüber bestellen und abends in den Händen halten, das ist der neue Standard, den aktuell nur der lokale oder regionale E-Commerce schaffen kann”, erzählt Atalanda-Chef Roman Heimbold. 13 Salzburger Händler sind es, die ihre Produkte derzeit auf Atalanda listen, weitere Händler nutzen den Logistikdienst des E-Commerce-Anbieters. Setup- und monatliche Kosten kommen auf die Händler nicht zu. Die Kosten belaufen sich auf acht bis zwölf Prozent der online verkauften Produkte.



Ebay will nahtlose Shop-Integration für Händler



Ähnlich wie Amazon gehört für die meisten Händler auch der E-Commerce-Pionier und Online-Marktplatz Ebay zum Pflichtprogramm für den erfolgreichen Verkauf im Web. Beliebtheit verschaffen will sich Ebay mit der optisch nahtlosen Shop-Integration: Online-Händler können sich bei Ebay individuell präsentieren, wodurch sich Kunden wie im Shop des Händlers fühlen. Nur ein kleine Ebay-Logo in der Ecke weist darauf hin, dass Kunden über den Online-Marktplatz einkaufen. Die Einstellgebühr ist bei Ebay vom Abo-Modell abhängig, die Provision beträgt fünf bis elf Prozent. Weitere Optionen wie z.B. mehrere Produktfotos kosten extra. Für den Versand sind die Händler selbst verantwortlich.



Post startet E-Commerce Portal für KMU im Herbst 2014



Auch die Post plant ein Online-Shopping-Portal, um heimische KMU in den E-Commerce zu lotsen. „Der regionale Markt ist unsere Stärke, daher wollen wir auch kleine Händler ins Internet bringen und werden schlüsselfertige Online-Shop-Lösungen anbieten, damit sie ihre Produkte im Web verkaufen können“, erklärt Post-Generaldirektor Georg Pölzl in einem futurezone-Interview. Die Post soll dann die Produkte als Logistik-Partner zustellen. Das Online-Shop-Projekt trägt den Arbeitstitel „eCommerce enabling“ und soll noch im Herbst 2014 an den Start gehen.





Rakuten.at richtet sich an Nischenanbieter aus dem KMU-Bereich, die ihre Produkte international verkaufen wollen – vor allem die Bereiche Haus, Garten, Nahrungs- und Genussmittel sind dort gefragt.
-
Rakuten.at richtet sich an Nischenanbieter aus dem KMU-Bereich, die ihre Produkte international verkaufen wollen – vor allem die Bereiche Haus, Garten, Nahrungs- und Genussmittel sind dort gefragt.


Coolshop will es unkompliziert: Für 49,90 Euro pro Monat erhalten Händler einen eigenen Online-Shop im individuellen Design, bereitgestellt wird das Online-Paket innerhalb von 24 Stunden. Angesprochen sind vor allem KMU und Einzelhändler.
-
Coolshop will es unkompliziert: Für 49,90 Euro pro Monat erhalten Händler einen eigenen Online-Shop im individuellen Design, bereitgestellt wird das Online-Paket innerhalb von 24 Stunden. Angesprochen sind vor allem KMU und Einzelhändler.


Auf Local Commerce und Same Day Delivery spezialisiert: Im September 2014 will der E-Commerce-Anbieter Atalanda auch in der Bundeshauptstadt Wien starten.
-
Auf Local Commerce und Same Day Delivery spezialisiert: Im September 2014 will der E-Commerce-Anbieter Atalanda auch in der Bundeshauptstadt Wien starten.


Händler können sich in ihren Ebay-Stores individuell präsentieren und von Mitbewerbern differenzieren.
-
Händler können sich in ihren Ebay-Stores individuell präsentieren und von Mitbewerbern differenzieren.
stats