Otago: Skepsis bei Onlinekauf von Lebensmitte...
 
Otago

Skepsis bei Onlinekauf von Lebensmitteln

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Laut otago Trendreport würden 29 Prozent der Verbraucher von einem Onlinekauf von Lebensmitteln absehen. 

Seit dem Ausbruch der Coronavirus-Pademie erlebt der Onlinehandel bekanntlich einen enormen Boom. Neben Marktzahlen bescheinigen das auch immer mehr Umfragen, die sich mit der Relevanz dieses Themas in den Augen der Verbraucher beschäftigen. Der heute präsentierte otago Trendreport 2021 nahm die wichtigsten Entwicklungen unter die Lupe. Gründer und Geschäftsführer Jan Königstätter erklärt die Beweggründe: "Als Online-Marketing-Spezialisten wollten wir einen genauen Blick auf das digitale Nutzungs- und Konsumverhalten werfen. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie hat sich in Österreich viel verändert. Als gute Vergleichsbasis dient der otago Trendreport aus dem Vorjahr. Aktuelle Entwicklungen rechtzeitig zu erkennen und dafür die passende Marketing-Strategie für unsere Kundinnen und Kunden zu entwickeln ist für uns essenziell." 

Der jüngste Trendreport bescheinigt den Smartphones und Tablets weiterhin große Beliebtheit. 94 Prozent der österreichischen Verbraucher zwischen 18 und 65 Jahren verwenden demnach ein mobiles Endgerät. Bei den 30- bis 49-Jährigen stehen die mobilen Endgeräte sogar mit 97 Prozent hoch im Kurs. Das beliebteste Betriebssystem ist dabei Android (65 %). iOS holt aber auf und verzeichnet mit 29 Prozent bei Smartphones und 18 Prozent bei Tablets einen signifikanten Anstieg gegenüber 2020. 

Laut otago kaufen 6 von 10 Österreichern mindestens einmal im Monat online ein, 2 von 10 bereits einmal pro Woche. Am intensivsten kaufen unter 30-jährige (73 %) im Internet ein. Im Vergleich zu 2020 hat sich Onlineshopping noch einmal verstärkt. Das gilt vor allem für Frauen (59 Prozent) und die Best Ager zwischen 50 und 65 Jahren (52 %). 

Informationen vor dem Kauf 

Bevor sie eine Bestellung tätigen, informieren sich otago zufolge zwei Drittel der Konsumenten über Produkte und Services via Suchmaschinen (+5 % ggü. dem Vorjahr). Mehr als die Hälfte macht vor dem Einkauf einen Preisvergleich und das auch bei Kleinbeträgen. 
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Spontaneität ist bei knapp der Hälfte der befragten Onlineshopper auch eher Fehl am Platz, denn sie planen ihre Einkäufe. Jedoch zeigt sich, je jünger die Personen sind, desto eher lassen sie sich zu Spontankäufen verleiten. 4 von 10 kaufen online geplant wie spontan ein. 42 Prozent shoppen gelegentlich spontan, darunter besonders Frauen und unter 30-Jährige. Auch vor großen Angebotstagen wie dem Black Friday und Cyber Monday informieren sich viele Verbraucher vorher online über interessante Produkte, die sie später günstiger erwerben möchten. Königstätter rät Händlern daher, sich unbedingt vorher darauf vorzubereiten und die Konsumenten abzuholen, bevor es der Mitbewerber tut. 

E-Food überzeugt nicht alle Verbraucher

Im Internet kaufen die Österreicher am liebsten Bekleidung (58 %), Bücher (35 %) und jüngst auch Medikamente (32 %) ein. Kosmetik und Pflege (31 %) sowie Haushaltsgeräte (30 %) werden ebenso gerne online geshoppt. Eine weitere interessante Aussage der Studie betrifft jene Produktgruppen, die ungern im Internet gekauft werden. Neben Autos (47 %) gehören dazu der Umfrage zufolge auch Pflanzen und Lebensmitteln, die 29 Prozent der Studienteilnehmer nicht im Netz kaufen möchten. Sie schließen den Online-Kauf von Lebensmitteln etwa aus, weil sie die Produkte nicht sehen oder angreifen können. Interessanterweise waren (hohe) Versandkosten für diese Verbraucher kein Ausschlussgrund. 
Die wichtigsten Erkenntnisse
  • 94 % der Österreicher zwischen 18 und 65 Jahren verwenden ein mobiles Endgerät
  • Android ist das mit Abstand am häufigsten genutzte Betriebssystem für das Smartphone (65 %), aber auch für das Tablet (24 %), dahinter folgt iOS mit 29 % (signifikanter Anstieg gegenüber 2020) bzw. 18 %
  • Die Spracheingabe am Handy verwenden 4 von 10, überwiegend für WhatsApp und zur Suche, v.a. unter 29-Jährige nutzen diese Funktion
  • 6 von 10 Österreichern zwischen 18 und 65 Jahren kaufen mindestens einmal im Monat online ein, 2 von 10 mindestens einmal pro Woche
  • Am intensivsten shoppen unter 30-Jährige im Internet
  • 4 von 10 haben seit Beginn der Coronakrise Produkte online gekauft, die sie davor noch nicht im Internet geshoppt haben
  • 29 % geben an, während der Corona-Krise mehr online gekauft zu haben, das sind um 7%-Punkte mehr als 2020 (signifikant!)
  •  29 % schließen den Onlinekauf von Lebensmitteln aus, vor allem, weil man die Ware zuvor nicht begutachten kann
  • 25 % würden keine Medikamente online kaufen. Hauptgründe sind fehlende Beratung und mangelndes Vertrauen in die Anbieter
Quelle: Otago Trendreport 2021

 

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