Otto Group: Boom beim E-Commerce
 
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Boom beim E-Commerce

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Nach einem schwierigen Start in das neue Geschäftsjahr konnte die Otto Group in vielen Bereichen starke Zuwächse verbuchen.
Nach einem schwierigen Start in das neue Geschäftsjahr konnte die Otto Group in vielen Bereichen starke Zuwächse verbuchen.

Die Halbzeitbilanz der Otto Group zeigt, wie die Coronakrise den Onlinehandel beeinflusst hat - besonders in den Segmenten Wohnen und Technik.

Die erste Hälfte des am 28. Februar gestarteten Geschäftsjahres der Otto Group ist mehr als zufriedenstellend für das Handelshaus verlaufen - dabei hat es mit einem Umsatzeinbruch durch den Shutdown begonnen. In weiterer Folge stieg jedoch die Nachfrage im Onlinehandel enorm, wodurch ein Umsatzplus von zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erzielt wurde. Besonders stark gewachsen - jeweils über 25 Prozent - sind die Segmente Wohnen und Technik. In den ersten beiden Quartalen konnten mehr als eine Million Neukunden gewonnen werden und die Anzahl der via Otto Group vertriebenen Marken und Händler stieg um 500. Damit wird das Ziel, 1.000 neue Partner dieses Jahr zu verzeichnen, wahrscheinlich sogar übertroffen.

"Die Corona-Pandemie ist ein Katalysator für fundamentale Entwicklungen", sagt Alexander Birken, Vorstandsvorsitzender der Otto Group. "Der Onlinehandel wächst seit vielen Jahren deutlich schneller als der stationäre Handel. Durch die Corona-Pandemie hat sich dieser Wandel massiv beschleunigt, sodass viele Kunden nun viel häufiger online einkaufen."

Auch die Mytoys-Gruppe, Teil der Otto Group, konnte um 28 Prozent wachsen, das Mode-Start-up About You sogar um satte 65 Prozent, womit der Jahresumsatz von einer Milliarde Euro knackbar wäre. Anders sieht es bei den Mode-Vertriebsschienen Bonprix und Witt aus: Beide haben starke Rückgänge bei den Umsätzen zu verzeichnen, auch wenn seit Mai die Nachfrage wieder steigt. Einen enormen Wandel gab es bei dem US-Händler Crate and Barrel, der zur Otto Group gehört - bislang hielten sich Online- und Vor-Ort-Umsätze die Waage, nun wuchs der E-Commerce um 59 Prozent.

Der zu Otto gehörende Zustelldienst Hermes legte im ersten Halbjahr um 31 Prozent zu, während der Finanzdienstleister EOS einen Umsatzrückgang von neun Prozent verzeichnen muss. Insgesamt verzeichnet die Otto Gruppe also Zuwächse in vielen Bereichen, als kostenintensiv haben sich jedoch die notwendigen Hygienemaßnahmen entpuppt.

"Ich bin stolz darauf, wie wir die Herausforderungen bisher gemeistert haben, und danke den Kolleginnen und Kollegen herzlich dafür", sagt Alexander Birken. Auch wenn das bisherige Umsatzwachstum deutlich über den Prognosen liegt, bleibt der Blick auf das Geschäftsjahr  angesichts weltweit wieder steigender Corona-Fälle und der ungewissen weiteren wirtschaftlichen Entwicklung auf den Weltmärkten weiterhin respektvoll optimistisch. "Wir erwarten für die Otto Group im laufenden Geschäftsjahr, dass wir unsere Umsatzziele erreichen und sogar übertreffen werden. Dank dieser guten Ausgangslage können wir nun verstärkt Chancen ergreifen, die sich im aktuellen Umfeld bieten. Gleichzeitig bleiben wir flexibel und achten in allen Geschäftsbereichen konsequent auf die Wirtschaftlichkeit, um für mögliche Rückschläge gewappnet zu sein."

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