: Peter Neubauer: „Die Payment-Branche steht...
 

Peter Neubauer: „Die Payment-Branche steht unter enormem Veränderungsdruck“

-
Peter Neubauer wird den Payment und Banking Gipfel auf der etailment WIEN moderieren. (Fotocredit: Andi Bruckner)
Peter Neubauer wird den Payment und Banking Gipfel auf der etailment WIEN moderieren. (Fotocredit: Andi Bruckner)

Beim Payment und Banking Gipfel auf der etailment WIEN (22. bis 24. Februar 2016) werden die Teilnehmer über Entwicklungen im Finanzsektor sprechen.

Moderiert wird das Panel von Peter Neubauer. etailment.at hat den Experten zum Interview gebeten.



etailment.at: Der Nachmittag der Konferenz ist zum Teil Banking- und Payment-Themen gewidmet. Weshalb sind diese wichtig für eine E-Commerce Veranstaltung?



Peter Neubauer: Payment ist DER „Enabler“ für Transaktionen und Geschäft. Ohne digitales Payment und Banking kein E-Business und E-Commerce. Gleichzeitig ist dies eine Branche, die unter enormem Veränderungsdruck steht. Daher sind viele spannende Themen zu erwarten.



etailment.at: Fritz Tupy (WebID Austria), Gero Kummer (PayPal), Heimo Hackel (Card Complete) und Gerald Putz (C&A) sind die diesjährigen Speaker beim Payment und Banking Gipfel auf der etailment WIEN Konferenz (22. bis 24. Februar 2016). Wieso hat man sich gerade für diese Referenten entschieden?



Neubauer: Ich denke, das ist ein sehr guter Querschnitt, der die aktuelle Entwicklung abbildet und diese Experten sind aktive Influencer und Gestalter. Einerseits tut sich enorm viel im Zahlungsmarkt, andererseits ist die Transformation des E-Business in Richtung „Digital Identification“ voll angesprungen. Und wir wollen wissen: was sagt ein großer Händler dazu, was sind seine Bedürfnisse?



etailment.at: Sie haben bereits im vergangenen Jahr den Payment Gipfel der Konferenz moderiert. Welche Trends waren in den vergangenen zwölf Monaten im Payment und Banking Bereich zu beobachten? Wohin geht die Reise?



Neubauer: International gesehen, sind zwei Dinge zu beobachten: das Bezahlungsgeschäft wird immer mehr zu Spielwiese von neuen Playern, wie Startups oder langjährigen Playern, wie PayPal. Und: Die Banken selber engagieren sich immer mehr im Fintech-Bereich und probieren neue Dinge aus. In Österreich, denke ich, ist die Sensibilität dafür noch nicht umfassend gegeben, das wollen wir auch durch unsere Veranstaltung schärfen.



etailment.at: Startups wie Number26 haben sich Disruption von Financial Services auf ihre Fahnen geschrieben. Sie waren früher selbst bei großen Instituten wie etwa der Creditanstalt und der Erste Bank tätig. Halten Sie es für möglich, dass junge Unternehmen wie Number26 künftig traditionelle Bereiche des Bankgeschäfts massentauglich übernehmen können?



Neubauer: Grundsätzlich ja. Man muss jedoch zwei Dinge unterscheiden, beziehungsweise im Auge behalten: Erstens: Habe ich eine Lösung, die sich langfristig am Markt durchsetzen wird? Und zweitens: Habe ich ein Geschäftsmodell, das nachhaltig ist? Da wird sich früher oder später Spreu von Weizen trennen.



etailment.at: Zahlungsanbieter wie MasterCard arbeiten immer stärker daran, Alltagsgegenstände oder Wearables in den Zahlungsvorgang einzubinden. Wie schätzen Sie für genannte Lösungen die Verbreitung und Chancen hierzulande ein?



Neubauer: Das ist – wie immer bei Innovationen – eine Frage der Zeit und der Verhaltensänderung. Denken wir zum Beispiel an kontaktloses Bezahlen: das wurde breitflächig in Österreich vor circa drei Jahren eingeführt. Viel Skepsis war da, insbesondere in den Medien, ob das genutzt wird und ob es auch sicher ist. Jetzt sieht man: es setzt sich breitflächig durch und die Konsumenten lieben es.



etailment.at: Sicherheit ist ein wichtiges Thema beim Bezahlen. Welche Chancen geben Sie biometrischen Sicherheitsstandards wie etwa der Verifizierung mittels Fingerabdruck oder Gesichtserkennung?



Neubauer: Biometrische Verfahren werden in Teilen eine Rolle spielen. Sie können jedoch einen wesentlichen Teil der Sicherheitsverfahren nicht ersetzen: das Geheimnis, das nur ich als Zahlungsmittel-Inhaber kenne, wie den PIN. Es wird wohl um die Kombination gehen.



etailment.at: Wenn Sie sich das Programm der etailment WIEN und Google Analytics Konferenz ansehen: Auf welche weiteren Programmpunkte freuen Sie sich aus persönlicher Sicht noch?



Neubauer: Ganz sicher auf den Teil, wo es um Location Based Services geht, was ich für ein „Next Big Thing“ halte und die Referate rund um das Thema „Digitalisierung des Handels“.



stats