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PoS-Digitalisierung: "Kanäle müssen synergetisch zusammenspielen"

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„Der stationäre Handel braucht dringend neue Impulse in Richtung moderner Kommunikation am PoS“, meint Reinhard Peneder, Marketingleiter der Umdasch Shopfitting Group.
„Der stationäre Handel braucht dringend neue Impulse in Richtung moderner Kommunikation am PoS“, meint Reinhard Peneder, Marketingleiter der Umdasch Shopfitting Group.

Der Ladenbau in Österreich leidet unter schrumpfenden Verkaufsflächen. Die in Amstetten beheimatete Umdasch-Group reagiert darauf mit neuen digitalen Lösungen für den stationären Handel. etailment.at hat Reinhard Peneder, Marketingleiter der Umdasch Shopfitting Group, zum Gespräch gebeten.

Der österreichische Einzelhandel steht vor einem Problem: Erstmals schrumpfte im ersten Halbjahr 2014 nicht nur die Zahl der stationären Läden, sondern auch die Verkaufsflächen. Davon bekam auch der Ladenbau einiges zu spüren. So rutschte zuletzt die österreichische Umdasch-Tochter Shopfitting in die roten Zahlen. Auf den defizitären Ladenbau und die wachsenden Bedeutung des Onlinehandels will die Umdasch-Group nun mit einem totalen Umstrukturierungsprozess antworten. „Der stationäre Handel braucht dringend neue Impulse in Richtung moderner Kommunikation am PoS“, erklärt Reinhard Peneder, Marketingleiter der Umdasch Shopfitting Group, im Gespräch mit etailment.at. Eines der neu geschaffenen Handelssektoren von Shopfitting nennt sich Virtual Business (ViBiz) und beschäftigt sich mit der Entwicklung gesamthafter Lösungen für die Shops der Zukunft: „Dabei steht die Verknüpfung herkömmlicher Ladenbauprodukte mit moderner Informationstechnologie im Mittelpunkt“, erklärt Peneder. Konkret geht es bei ViBiz um die Digitalisierung von Shoppingwelten, also digitale Preisauszeichnung, Indoor Navigation oder Shopping-Walls.



Neuartige Erlebnisräume im stationären Handel



Das viBiz-Flaggschiff heißt viPOS, ein vier Mal zwei Meter großer, interaktiver Touch-Screen, der Point of Sale und Webshop miteinander verzahnen und einen neuartigen Erlebnisraum für Kunden schaffen soll. Über die viPOS-Wall kann das gesamte Warensortiment eines Ladens präsentiert werden. Der Kunde kann sich durch das mit digitalen Informationen angereicherte Sortiment „wischen“ und dort seine gewünschten Produkte reservieren, kaufen oder via Social Media posten. Laut derStandard.at wurden in einem 90-tägigen Test bereits 4300 Transaktionen auf der Wand gemessen, 900 Einkäufe damit getätigt. Aber auch Digital Signage-Lösungen und Elektronische Preisauszeichnungen stehen im Fokus der Umdasch-Sparte Virtual Business, erklärt Peneder. „Digital Signage hat im Handel längst Einzug gehalten.“ Wo Peneder bei Digital Signage Lösungen noch Entwicklungspotenzial sieht? „Aus unserer Sicht gibt es noch ein hohes Maß an Verbesserungsmöglichkeiten im Bereich optisches Erscheinungsbild, Integrierte Lösungen in die Regalkomponenten und Usability.“



“Kanäle müssen synergetisch zusammenspielen”



Ohne Cross-Channel geht es heute nicht mehr – davon sind die Tüftler von ViBiz fest überzeugt. Somit stehen alle ViBiz-Lösungen ganz unter dem Schirm des Cross-Channel-Sellings. Was das für das Einkaufserlebnis bedeutet? Peneder: „Der Kunde muss das Gefühl haben, sein Produkt zu den besten Konditionen gekauft zu haben. Dabei spielen der Preis, die Qualität, der Liefertermin, aber auch ein gewisser convenience- und enterainment-Faktor eine wichtige Rolle. Der Retailer hingegen muss das Gefühl haben, dass die jeweiligen Kanäle synergetisch zusammenspielen und diese somit für jede seiner Zielgruppen ihre Berechtigung haben.“



“Stationäre Läden werden kleiner”



Angesichts der schrumpfenden Verkaufsflächen in Österreich – die sowohl mit dem Ausscheiden von daily, Niedermeyer und Ditech als auch mit dem wachsenden Onlinehandel zu tun haben – wird sich der stationäre Handel nur noch mit gut durchdachten Cross-Channel-Konzepten behaupten können, meint Peneder: „Wir meinen, dass stationäre Läden in vielen Branchen durchaus kleiner werden können bei gleichbleibendem oder sogar erweitertem Sortimentsangebot. Dies gelingt durch ein gut ausgedachtes Cross Channel Konzeptes.“ Ein komplettes Aussterben stationärer Konzepte werde es laut Peneder in absehbarer Zukunft nicht geben, so Peneder, doch: „In jedem Fall werden moderne Kommunikations-Tools mittelfristig beinahe überall Einzug halten.“ Mehr Informationen zum ViBiz finden Sie unter diesem Link.





Die Shopfitting-Division ViBiz beschäftigt sich mit der Digitalisierung von Shoppingwelten. Die interaktive Shopping-Wall viPOS soll die Digitalisierung des PoS vorantreiben.
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Die Shopfitting-Division ViBiz beschäftigt sich mit der Digitalisierung von Shoppingwelten. Die interaktive Shopping-Wall viPOS soll die Digitalisierung des PoS vorantreiben.
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