: „Shopsoftware ist nur ein Puzzlestück des ...
 

„Shopsoftware ist nur ein Puzzlestück des Ganzen“

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Stefan Zessel von Shopware, Dietmar Rietsch von Pimcore, Dieter Kindl von Rakuten Austria und Philip Hartmann von Palmers (v.l.n.r.) diskutierten über die Qual der Wahl bei der Auswahl des richtigen Shopsystems. (Foto Copyright: Rene Strasser für Werbeplanung.at)
Stefan Zessel von Shopware, Dietmar Rietsch von Pimcore, Dieter Kindl von Rakuten Austria und Philip Hartmann von Palmers (v.l.n.r.) diskutierten über die Qual der Wahl bei der Auswahl des richtigen Shopsystems. (Foto Copyright: Rene Strasser für Werbeplanung.at)

Onlineshopsysteme gibt es viele, aber welches ist das richtige? Über die Qual der Wahl bei der Entscheidung für ein Shopsystem diskutierten am 24. Februar 2015 bei der etailment WIEN Konferenz Philip Hartman von Palmers, Stefan Zessel von Shopware, Dieter Kindl von Rakuten Austria und Dietmar Rietsch von Pimcore.

Bevor man überhaupt an Shopsystem oder Design zu denken beginne, sei es wichtig die eigene Ausgangslage zu definieren und zu fragen: „Wo stehe ich Online und im E-Commerce?“, so Philip Hartmann im einführenden Impulsvortrag. Bei der Auswahl des Shopsystems gehe es dann vor allem um Details, denn: „Unterm Strich können alle Shopsysteme das gleiche“, so Hartmann, der für Palmers einige dieser Systeme evaluiert hat.



Als wichtige Auswahlkriterien nannte er neben der Strategie und dem technologischen Ansatz eines Anbieters auch dessen Referenzen in der relevanten Branche und seine Zukunftsfähigkeit. „Inwieweit denkt ein Shopanbieter mit und bietet mir als Kunde die Chance, mich weiterzuentwickeln?“, so der Head of Team E-Commerce bei Palmers. Wichtig sei auch, die Hersteller direkt zu kontaktieren, Demos für Front und Backend testen und präsentieren zu lassen und auch laufende Kosten für Updates und Hosting zu berücksichtigen. Um Unabhängigkeit zu schaffen, sei es außerdem von großem Vorteil intern Know-how aufzubauen.



Kosten durch Updates waren auch bei der anschließenden Gruppendiskussion ein Thema. Hartmann kritisierte, dass diese häufig recht überraschend kommen. Als Kunde eines Shopbetreibers müsse man aber sämtliche Kosten planen können. Viele externe Faktoren könnten aber auch die Shopbetreiber nicht kontrollieren, bemerkte Stefan Zessel von Shopware. Wenn etwa ein neues Gesetz beschlossen werde, müsse man eben ein dementsprechendes Update machen.



Know-how wichtiger als Software



Alles in allem sei die Software des Onlineshops nur ein kleines Puzzlestück des Ganzen, so Dieter Kindl. Rakuten stelle die Händler in den Vordergrund und lege großen Wert auf Individualität. „Der Kunde muss spüren, warum er hier besser aufgehoben ist, als woanders“, so Kindl. Dass die Technologie auf dem aktuellsten Stand gehalten werde, sei ohnehin selbstverständlich, so der Experte von Rakuten weiter. Viel wichtiger sei aber das Inhouse-Know-how. „Viel vom Budget, das in die Software fließt, sollte ins Know-how der Händler investiert werden“, so Kindl.



Was Schlussendlich im Vordergrund steht, sei der erzielte Umsatz, so Dietmar Rietsch von Pimcore. Funktionalität sei wichtig, aber im Endeffekt müssen Maßnahmen gesetzt werden, die den Umsatz steigern. Dafür muss von der Logistic über das Retourenmanagement bis hin zur Integration eines Callcenters alles passen.



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