Bitkom: Smartphone statt Münzen
 
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Smartphone statt Münzen

M. Großmann / pixelio.de
Kleingeld scheint aus der Mode zu kommen, jedenfalls in Deustchland © M. Großmann / pixelio.de
Kleingeld scheint aus der Mode zu kommen, jedenfalls in Deustchland © M. Großmann / pixelio.de

In der App den Empfänger auswählen, Betrag eintippen, auf „senden“ drücken, fertig. So einfach kann es sein, dem Kollegen etwa das Geld für den Kaffee aus der Mittagspause zurückzuzahlen.

Der folgende Bericht stellt ein paar Zahlen bereit, die in Deutschland erhoben wurden und durchaus auch für Österreich interessant sein könnten. Demnach hält jeder fünfte Bundesbürger (20 Prozent) es für interessant, künftig die im Vorspann beschriebene so genannte Peer-to-Peer-Bezahllösung zu nutzen oder setzt sie bereits ein. Dabei werden Kleinbeträge ohne Zeitverzögerung von einem Smartphone aufs andere transferiert. Vor einem Jahr lag der Anteil mit 15 Prozent noch etwas niedriger. Jeder Vierte (25 Prozent) kann es sich aktuell eher nicht vorstellen, einen solchen Dienst zu nutzen. Jeder Zweite (51 Prozent) lehnt es kategorisch ab.

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 1.006 Menschen in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Weiters sagt rund jeder Zweite (45 Prozent), Peer-to-Peer-Zahlungen würden den Austausch von Kleinbeträgen mit Kollegen, Freunden oder der Familie erleichtern. Und jeder Dritte (37 Prozent) hält sie sogar für eine Alternative zum Bargeld. Allerdings geben 8 von 10 Bundesbürgern (80 Prozent) an, dass ihnen keine Anbieter von solchen Peer-to-Peer-Bezahlsystemen bekannt sind. Und 6 von 10 (64 Prozent) beklagen, dass ihnen das Vertrauen in die Sicherheit der Anwendung fehlt.

Bislang muss für den Geldtransfer von Smartphone zu Smartphone noch eine spezielle App bzw. ein besonderer Dienst genutzt werden. Rund jeder achte Deutsche (13 Prozent) wünscht sich einen einfacheren Weg – und würde gerne in seinem normalen Messenger wie iMessage oder WhatsApp eine entsprechende Transaktion auslösen können. „Banken müssen sich an den Angeboten messen lassen, die inzwischen auch große Technologieunternehmen rund um Finanzen machen, und sollten sich nicht auf die Treue ihrer Kunden verlassen. Am Ende entscheidet der Nutzer – und der scheint rund um seine Finanzen flexibler zu sein, als häufig angenommen“, resümiert Bitkom-Präsident Achim Berg.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.006 Bundesbürger ab 14 Jahren telefonisch befragt, darunter 811 Smartphone-Nutzer. Die Umfrage ist repräsentativ für die Gesamtbevölkerung.
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