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So rollt Mobile Commerce den österreichischen Markt auf

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Das dynamische Wachstum im heimischen M-Commerce zeigt sich weniger bei der Zahl der Smartphone-Käufer als vielmehr bei den Ausgaben. Diese stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent an.
Das dynamische Wachstum im heimischen M-Commerce zeigt sich weniger bei der Zahl der Smartphone-Käufer als vielmehr bei den Ausgaben. Diese stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent an.

Der österreichische Distanzhandel hat einen neuen Helden: das Smartphone.

In den vergangenen zwölf Monaten haben 630.000 Österreicher in Summe 250 Millionen Euro für Bestellungen via Smartphone ausgegeben. Das ergab eine Studie zum Österreichischen Distanzhandel 2013/14, die vom Handelsverband und der KMU Forschung Austria herausgegeben wurde. Der M-Commerce Umsatz von 250 Millionen Euro entspricht einem Umsatzplus von 25 Prozent im Vergleich zur Vorjahreserhebung. „Bisher wurde das Smartphone vorwiegend zur Informationsbeschaffung genutzt. Jetzt kommen auch die lange prophezeiten Umsätze. Mit 25 Prozent Zuwachs in den Ausgaben zeigt sich, dass Mobile jetzt den Markt aufrollen wird“, erläutert Harald Gutschi, Leiter der Plattform „Versandhandel und E- Commerce“ und Sprecher der Unito-Gruppe.



M-Commerce in Österreich 2014: Anstieg der Pro-Kopf-Ausgaben



9 Prozent der Österreicher nutzen aktuell ihr Smartphone zum Einkaufen. Zwar ist die Zahl der Smartphone-Shopper nicht besonders stark gewachsen, sehr wohl jedoch die durchschnittlichen Jahresausgaben. Diese stiegen beim Smartphone-Einkauf von jährlich ca. 350 Euro pro Kopf auf knapp 400 Euro.



Anstieg der Pro-Kopf-Ausgaben 



Die Studie bestätigt zudem einmal mehr den generellen Switch in Richtung Onlinehandel. So blieb die Zahl von Online-Shoppern im Vergleich zur Vorjahreserhebung gleich hoch (4,8 Millionen Österreicher), doch ließ sich ein Anstieg der Pro-Kopf-Ausgaben von 1.350 Euro auf 1.450 Euro feststellen – in Summe gaben Herr und Frau Österreicher 6,9 Milliarden Euro im Distanzhandel aus. Bereits 85 Prozent der Distanzhandelsausgaben werden im Internet getätigt. Hier zeigt sich ein deutlicher Wandel im Konsumentenverhalten: weg von den klassischen Bestellformen (wie etwa TV-Shopping) und hin zum Internet-Einkauf.



Bekleidung, Elektronik und Bücher Spitzenreiter im Distanzhandel



Die höchsten Ausgaben werden nach wie vor im Distanzhandel für Bekleidung getätigt – knapp 1,6 Mrd Euro im Jahr. Das entspricht einem Anteil von 20 Prozent der gesamten Konsumausgaben der Österreicher für Bekleidung. Äußerst beliebt sind auch Elektro- und Elektronikgeräten, die mit einem Online-Umsatz von 960 Millionen Euro genau ein Viertel der Gesamtausgaben in dieser Warengruppe ausmaschen. An dritter Stelle der am meisten gehandelten Waren im Distanzhandel sind Bücher – hier werden Ausgaben von 750 Mio. Euro schon zu mehr als einem Drittel der Gesamtausgaben im Distanzhandel erwirtschaftet (35 Prozent).



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