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„Social Commerce“: Wird Facebook bald zur Einkaufsmeile?

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“Marken leben nicht von ‚Likes’, sondern von Kunden”, schreibt Chris Bennet auf entrepreneur.com zum neuesten Vorstoß des Sozialen Netzwerks in Richtung E-Commerce.
“Marken leben nicht von ‚Likes’, sondern von Kunden”, schreibt Chris Bennet auf entrepreneur.com zum neuesten Vorstoß des Sozialen Netzwerks in Richtung E-Commerce.

Facebook experimentiert mit einem Kauf-Button im Newsfeed seiner User.

Wie reagieren Kommentatoren, Analysten und Experten der Medien auf den Vorstoß des sozialen Netzwerks in Richtung E-Commerce? etailment.at hat die wichtigsten Pressestimmen der vergangenen Tage für Sie zusammengefasst.



Betrachtet man Facebook als eine große Stadt mit 1,28 Milliarden Einwohnern, fehlte in dieser Stadt bislang vor allem eines: der Marktplatz. Das schreibt Chris Bennet auf entrepreneur.com zum neuesten Vorstoß des Sozialen Netzwerks in Richtung E-Commerce. Der neue Buy-Button – der vorerst nur ausgewählten Händlern in den USA zur Verfügung steht – soll den auf Facebook vertretenen Marken schließlich das geben, wonach sie die ganze Zeit gesucht haben. Benett formuliert das so: „Marken leben nicht von ‚Likes’, sondern von Kunden.“ Schon bald werde das soziale Netzwerk die Kauf-Funktion für weitere Handelsunternehmen öffnen, wodurch sich Facebook-Seiten nach und nach in digitale Stores verwandeln werden: „Die Tage, in denen mühevoll nach ‚Likes’ und Engagements gejagt werden musste, sind dann gezählt. Dann heißt es: Sales is king“, prognostiziert Benett. Für Unternehmen bedeutet das, dass sie sich schon jetzt Gedanken über ihre Social Sellling Strategie machen müssen.



Kauf-Button als erweiterte Werbemöglichkeit



Genau genommen mache Facebook mit dem Kauf-Button gar kein E-Commerce, sondern schaffe bloß erweiterte Werbemöglichkeiten, schreibt Kara Brandeisky auf times.com. Denn Facebook selbst verkauft und liefert keine Produkte an seine User, sondern will mit der neuen Funktion den Onlinehandel generell befeuern. Eine Frage aber bleibt: „Wenn User Facebook vor allem zur Interaktion mit Freunden nutzen, wie viel E-Commerce werden sie dann tolerieren?“ Den Advertising-Markt habe sich Facebook erfolgreich erobert: Unternehmen legen viel Geld hin, um in den Newsfeeds der User zu erscheinen. Aber werden Sie per Facebook auch wirklich ihre Produkte verkaufen? Wird über Facebook mit Freunden und Familie interagiert, könnten Produkte als störend empfunden werden. Ist Facebook mit dem Kauf-Button erfolgreich, wäre zumindest die Theorie widerlegt, dass Facebook primär als Interaktionsplattform für Bekannte und Familie genutzt wird.



Neue Einnahmequelle für Facebook?



Mit der neuen Buy-Lösung wird Facebook jedenfalls höhere Konversionsraten für Unternehmen erzeugen können. Das wäre sehr zuträglich für die Bedeutung des sozialen Netzwerks in der Werbeindustrie, meint Jeffrey Himelson auf seekingalpha.com. „Der Kauf-Button wird für einen höheren Return on Investment sorgen, Werber werden daraufhin größere Kampagnen auf Facebook buchen.“ Zusätzlich könne das soziale Netzwerk Einnahmen generieren, indem es für das Feature Geld verlange, erklärt Himelson. Ein Facebook-Sprecher hat genau diese Überlegung bereits in einem Gespräch mit Techcrunch kundgetan. Wird diese Überlegung Realität, wäre der große Gewinner von Facebook’s E-Commerce Offensive natürlich wieder einmal vor allem einer: Facebook selbst.



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