World Economic Forum: Standort-Ranking 2018: ...
 
World Economic Forum

Standort-Ranking 2018: Österreich rutscht auf Platz 22 ab

Vor allem bei der Digitalisierung herrscht Nachholbedarf, eine der Stärken ist aber die makroökonomische Stabilität.

Beim neuesten Standort-Ranking des World Economic Forum (WEF) konnte Österreich seinen 19. Platz vom Vorjahr nicht halten und liegt in diesem Jahr auf Platz 22. Spitzenreiter sind die USA vor Singapur, Deutschland, Schweiz und Japan.

Der Global Competitiveness Report 2018 des World Economic Forum (WEF) bescheinigt Österreich sowohl makroökonomische Stabilität – etwa durch die günstige Budgetdynamik – als auch traditionelle Stärken wie die öffentliche Infrastruktur für Straßen und Eisenbahnen sowie die Wasserversorgung. Im Bildungsbereich wird das Lehrlingswesen sehr gut bewertet, ebenso die Berufstauglichkeit von Absolventen. Negativ fällt die durchschnittliche Dauer der Bildungskarriere oder die Förderung von kreativem und kritischem Denken im Schulunterricht auf. Am Arbeitsmarkt streicht der Bericht für Österreich die Arbeitnehmerrechte sowie die aktive Arbeitsmarktpolitik hervor, negativ fallen unter anderem die lohnabhängigen Steuern und Abgaben oder die Mobilität der Arbeitskräfte auf.

Die schlechteste Teilbewertung erhält man im Bereich der Digitalisierung mit dem 46. Rang, verschuldet vor allem durch die unterdurchschnittliche Nutzung von leistungsfähigen Netzen der Breitbandkommunikation. Hingegen kann man bei Innovation mit dem 15. Platz gut abschneiden. Positiv sticht die große Anzahl von internationalen Forschungskooperationen heraus.

Wie das Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) in einer Aussendung aber erwähnt, hat der WEF sein Ranking methodisch umfassend modernisiert – dadurch ist das diesjährige Ergebnis schwer mit den Vorjahren zu vergleichen. So wurde etwa die Anzahl der Indikatoren von 114 auf 98 reduziert, 64 davon sind neu. Würde man die neue Methode rückrechnen, so das WIFO, würde Österreich nur einen Platz verlieren und auf dem 20. Rang landen.

Weitere Informationen dazu können Sie unter diesem Link abrufen: The Global Competitiveness Report 2018
stats