Statistisches Bundesamt: E-Commerce zieht Ein...
 
Statistisches Bundesamt

E-Commerce zieht Einzelhandel ins Plus

Gerd Altmann - pixabay.com

Einzelhandelsunternehmen im Nachbarland Deutschland setzten im ersten Halbjahr 2020 kalender- und saisonbereinigt um 0,8 % real bzw. 1,5 % nominell mehr um als im zweiten Halbjahr 2019, wobei es zwischen den einzelnen Branchen erhebliche Unterschiede gibt.

Mit Ausbruch der Coronaviruspandemie kam es zu einem deutlichen Anstieg der Einkäufe bei E-Commerce-Anbietern in Deutschland. Demnach konnte der deutsche Online- und Versandhandel im ersten Halbjahr 2020 seine realen Umsätze um 16,0 % gegenüber dem zweiten Halbjahr 2019 steigern. Man war somit die Einzelhandelsbranche mit den stärksten Zuwächsen, berichtet das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden.

Gute Geschäfte vermeldet auch der Einzelhandel mit Lebensmitteln, wenngleich nicht der gesamte. Eine starke reale Umsatzsteigerung von 15,1 % erzielte der Einzelhandel mit Nahrungs-, Genussmitteln, Getränken und Tabakwaren an Verkaufsständen und auf Märkten. Auch der klassische, stationäre Einzelhandel der Hauptrichtung Nahrungs- und Genussmittel konnte mit einem realen Plus von 6,9 %ein gutes Ergebnis einfahren. Schlecht lief es jedoch für den Einzelhandel mit Back- und Süßwaren, der ein reales Minus von 16 % beklagen musste. 
Die größten realen Umsatzeinbußen von minus 29 % verzeichnete im ersten Halbjahr 2020 übrigens der deutsche Bekleidungseinzelhandel. Ein ähnlich schlechtes Bild zeigt sich beim Einzelhandel mit Schuhen und Lederwaren, wo ein reales Minus von 25 % zu Buche steht. Weitere Branchen mit hohen realen Umsatzrückgängen sind der Einzelhandel mit bespielten Bild- und Tonträgern (-24,2 %) sowie der Einzelhandel mit Uhren und Schmuck (-23,8 %).
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