RegioData Research GmbH: Touristen fahren dra...
 
RegioData Research GmbH

Touristen fahren draußen mit dem E-Bike

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Auf diesen Satz lässt sich das Ergebnis einer RegioData-Erhebung im österreichischen Sportartikelhandel eindampfen. Der dortige 30-prozentige Umsatzzuwachs verdankt sich der Tourismusbranche und dem Boom der Trendsortimente E-Bikes und Outdoor-Artikel.

Jährlich geben Österreicher und Touristen etwa 2,8 Milliarden Euro für Sportartikel und Sportbekleidung aus, Tendenz steigend (2017: +6 %). In den Sportartikelgeschäften werden davon aber nur 1,7 Milliarden Euro eingenommen, der Rest verteilt sich auf andere Branchen und geht vermehrt in den Onlinehandel, etwa zu Amazon. Und dann darf man, betrachtet man die Gründe für den Verdrängungswettbewerb, nicht die Rechnung ohne das Wetter machen: Kaum eine Handelsbranche ist so wetterabhängig wie der Sportartikelhandel. Das richtige Wetter zum richtigen Zeitpunkt hat einen enormen Einfluss auf den Umsatz.

E-Bikes, Outdoor und Tourismus

Die Konsumausgaben für Sportartikel sind in den letzten Jahren leicht und im Vorjahr deutlich gestiegen und betragen aktuell ca. 283 Euro pro Person und Jahr. Einen maßgeblichen Anteil daran hat die nach wie vor starke Nachfrage nach E-Bikes. Mehr als 300.000 Elektro-Fahrräder sind in Österreich bereits im Einsatz. Ein ebenso anhaltender Dauerbrenner sind Artikel für Outdoor-Sportarten wie z.B. Klettern, Wandern und Skitouren.

Sport und Tourismus kurbeln einander an und leisten gemeinsam einen immer wichtiger werdenden Beitrag zur Wirtschaftsleistung. In Österreich wird der Touristen-Sportartikelmarkt auf über 400 Mio. Euro geschätzt, wovon 70 % des Potenzials im Winter- und 30 % im Sommertourismus liegen. Mit einer Marktgröße von knapp 200 Mio. Euro kommt dem Verleih von Wintersportgeräten eine extrem große Bedeutung zu. Das spiegelt sich auch in den steigenden Konsumaus-gaben für dieses Segment wider. Für Schiausrüstung wird dabei besonders tief in die Tasche gegriffen. Auf welche Player sich dieser Markt aufteilt, zeigt das beigefügte Tortendiagramm.

19 % Umsatz über Online-Handel

Auch wenn Einiges vom Umsatz in branchenfremden Onlinehandel fließt, siehe oben, werden aktuell bereits 19 % des Gesamtumsatzes im Sportartikelhandel online getätig,t und es ist mit einer weiteren Zunahme zu rechnen. Die meisten größeren, stationären Händler der Branche verfügen bereits über Onlineshops. Herausragend ist RegioData zufolge die Online-Performance des Snowboard- und Freeski-Onlinehändlers Blue Tomato. Zum US-Sportartikelhändler Zumiez gehörend, erwirtschaftet Blue Tomato ganze 70 % des Umsatzes über den Online-Kanal.
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