Unito: Ein Ausnahmejahr, drei große Veränderu...
 
Unito

Ein Ausnahmejahr, drei große Veränderungen

Unito
Achim Güllmann, GF für Abwicklung und Steuerung und Harald Gutschi, Sprecher der Geschäftsführung und GF für Marketing und Vertrieb der Unito-Gruppe.
Achim Güllmann, GF für Abwicklung und Steuerung und Harald Gutschi, Sprecher der Geschäftsführung und GF für Marketing und Vertrieb der Unito-Gruppe.

Der größte österreichische Online-Händler Unito zieht nach dem Geschäftsjahr 2020 eine erfolgreiche Bilanz mit einem Gesamtumsatz von 423 Millionen Euro und einer Umsatzsteigerung von 20 Prozent. Dafür nennen die Geschäftsführer Harald Gutschi und Achim Güllmann gleich drei Gründe. 

Es war in jeder Hinsicht ein Ausnahmejahr. 2020 brachte der Unito-Gruppe, zu der Onlineshops wie Quelle, Universal oder auch Otto gehören, nicht nur einen Rekordumsatz. Das Geschäftsjahr, das für die Unito-Gruppe am 1. März 2020 begann und mit 28. Februar 2021 abgeschlossen wurde, zeigt jedoch deutliche Änderungen im Konsumverhalten auf, die durch Corona zusätzlich beschleunigt wurden. Doch dazu später.

Details der Bilanz für Österreich

Von den 423 Mio. Euro wurden 273 Mio. Euro in Österreich verdient, das entspricht einem Umsatzanteil von rund zwei Drittel, die restlichen 150 Mio. Euro wurden mit dem Export, also dem Verkauf in Deutschland und der Schweiz verdient. "Corona ist ein Jahrhundertereignis, das dem Online-Handel den Status der Systemrelevanz verliehen hat", so Harald Gutschi, Sprecher der Geschäftsführung der Unito-Gruppe in der Bilanz-Pressekonferenz, die digital stattfand. Im Durchschnitt konnte die Unito-Gruppe seit 2007 pro Jahr um 7 Prozent wachsen, die kürzlich erreichten 20 Prozent Umsatz-Wachstum bekräftigen den Kurs der Gruppe. "Setzten wir 2007 noch unter 10 Prozent mit dem Online-Geschäft um, sind es heute bereits 97 Prozent", so Gutschi. Der zweite Anteil, der über die Jahre so stark geschrumpft ist, ist das Kataloggeschäft. "Wir haben mit dem Wandel zum Online-Geschäft eine riesige Transformation hingelegt, und wir sind damit erfolgreich", erzählt Gutschi weiter. Die drei großen Veränderungen die durch Corona zusätzlich verstärkt wurden, definiert die Unito-Gruppe so: 

  • Die Veränderung des Konsumverhaltens
  • Regionalität ist Trumpf
  • Arbeitswelt gestaltet sich neu

Veränderungen der Sortimente

Für die einzelnen Warengruppen berichtet das Unternehmen für unterschiedliche Entwicklungen. Während "Living", das stärkste Sortiment mit Möbeln und Einrichtungsartikeln, um 66 Prozent zugelegt hat, haben andere Bereiche wie beispielsweise Textil nur um 10 Prozent zugelegt. "Wobei Spezialwaren wie Anlassmode oder Business-Artikel bis zu 40 Prozent verloren haben, es fehlen die Möglichkeiten, diese zu tragen", so Gutschi.

Für die Zukunft hat sich das Unternehmen ambitionierte Ziele gesetzt, bis 2030 soll die Zustellung beispielsweise komplett CO2-frei passieren, bis Ende 2023 zumindest CO2-neutral. Die IT-Struktur wird im laufenden Jahr komplett aktualisiert, die Arbeitsstätten den neuen Anforderungen von Home-Office und Kollaboration angepasst.
Lesen Sie mehr zu den ambitionierten Plänen der Unito-Gruppe in der April-Ausgabe von CASH, die am 29.4.2021 erscheint.

Zur Unito-Gruppe
Die Unito erzielt im Geschäftsjahr 2020(1.3.2020 bis 28.2.2021) einen Gesamtumsatz von 423 Mio Euro. Der größte österreichische Onlinehändler hat 3,8 Millionen Kunden und Kundinnen (Stand 31. 3. 2021). 598 Menschen arbeiten für die Unternehmensgruppe. Wichtigste Märkte sind Österreich, die Schweiz, Deutschland, wo die Unito mit den E-Commerce-Marken Otto, Universal, Quelle, Ackermann, Lascana aktiv ist. Die Unito Versand & Dienstleistungen GmbH zählt als Tochterunternehmen der Baur-Gruppe zur weltweit agierenden Otto Group, die 2020 4,5 Mrd. Euro umsetzte (+30 Prozent).

stats