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Urheberrechtsnovelle: Handelsverband kritisiert Nachteile für Onlinehändler

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Bildquelle: www.flickr.com/Dennis Skley (CC BY-ND 2.0)
Bildquelle: www.flickr.com/Dennis Skley (CC BY-ND 2.0)

In einer Stellungnahme kritisiert der Handelsverband die neue Urheberrechtsnovelle in einigen Punkten, unter anderem hinsichtlich der Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Onlinehändler. Vor allem wird befürchtet, dass ein preisliches Mithalten mit Händlern aus Nachbarländern erschwert wird, wenn es um die Deckelung der Abgabe geht.

Diese ist bei Speichermedien mit sechs Prozent sowie für Geräte mit elf Prozent zu hoch, da im IT-Handel Margen um die Ein-Prozent-Marke üblich sind.



Bereits jetzt fließen mehr als 50 Prozent der Online-Umsätze in Österreich ins Ausland ab. Laut einer aktuellen Studie von Marketagent.com wollen 70 Prozent der österreichischen Konsumenten den Aufpreis, der durch die Urheberrechtsabgabe entsteht, nicht zahlen und erwägen einen Einkauf im Ausland. Die neue Verordnung in der Novelle wird in der Stellungnahme zwar als „am Reißbrett gut gemeinte Maßnahme“ bezeichnet, jedoch wird mit dem Inkrafttreten der Urheberrechtsnovelle ein Abfluss von Umsätzen ins Ausland befürchtet.



Weiters kritisiert der Handelsverband, wie Käufer von Speichermedien wie USB-Sticks oder SD-Karten beweisen sollen, dass die gekauften Produkte nicht für Kopien von urheberrechtlich geschützten Werken verwendet wurden.



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