VKI: Klage gegen Anbieter von Masken und Desi...
 
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Klage gegen Anbieter von Masken und Desinfektionsmittel

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Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) will im Auftrag des Sozialministeriums gegen kitzVenture, einen Onlineanbieter von Mundschutzmasken und Desinfektionsmittel, gerichtlich vorgehen

Die kitzVenture GmbH verkauft auf der Webseite mundschutzmasken24.com Desinfektionsmittel und Mundschutzmasken an, die nach Auffassung des VKI unzureichend beschrieben werden. Die angebotenen Mundschutzmasken werden laut VKI folgendermaßen beschrieben: „… zur Vorbeugung von Tröpfchen- und Schmierinfektionen aller Art, wie Bakterien und Viren“. Abgebildet sind herkömmliche Mund-Nasen-Schutzmasken (MNS-Masken). Nach Experteneinschätzung schützen MNS-Masken den Träger jedoch nicht vor einer Übertragung des Coronavirus - und genau darauf wird nach Meinung des VKI nicht ausreichend hingewiesen. 

Das darüber hinaus angebotene „Desinfektionswasser“ wird mit „eignet sich hervorragend für die Haut um Keime zu reduzieren“ beschrieben. Dabei geht der Onlineshop aber weder auf die Wirkung gegen Viren noch auf die Inhaltsstoffe des Produktes ein. Im Kontext mit dem Coronavirus sind nach Auffassung des VKI aber genau diese Informationen wesentlich für die Kaufentscheidung der Verbraucher. Um gegen SARS-CoV-2 zu wirken, muss ein Desinfektionsmittel zumindest als „begrenzt viruzid“ klassifiziert sein, so die Konsumentenschützer, denen ebenso missfällt, dass sich kitzVenture das Recht vorbehält, auch ein anderes als das auf der Abbildung gezeigte Desinfektionsmittel liefern zu dürfen.

Der VKI ist bereits 2017 erfolgreich gegen kitzVenture vorgegangen, die damals rechtskräftig wegen irreführender Werbung für Nachrangdarlehen verurteilt wurde.
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