Metro Österreich: „Weltmuseum“ Europa?
 
Metro Österreich

„Weltmuseum“ Europa?

Metro Österreich / Katharina Schiffl
Peter Bosek (Erste Group Bank AG), Arno Wohlfahrter, (Metro Österreich), Martina Salomon, (Kurier), Hansjörg Tutner (Magna Steyr) und Dieter Spath, (acatec) © Metro Österreich / Katharina Schiffl
Peter Bosek (Erste Group Bank AG), Arno Wohlfahrter, (Metro Österreich), Martina Salomon, (Kurier), Hansjörg Tutner (Magna Steyr) und Dieter Spath, (acatec) © Metro Österreich / Katharina Schiffl

„Wie digital wird unsere Arbeitswelt?“ lautete das Thema der traditionellen Mittwochsgesellschaft der Metro Österreich, die am 29. August im Forum Alpbach stattfand.

Wie schon im Vorjahr hat Metro im Rahmen der „Wirtschaftsgespräche“ beim Europäischen Forum Alpbach zur „Wiener Mittwochsgesellschaft des Handels/Edition Alpbach“ auf die Bischofer Alm geladen. An der Diskussionsveranstaltung zum Thema „Wie digital wird unsere Arbeitswelt?“ haben am 29. August über 200 Gäste aus den unterschiedlichsten Bereichen der Wirtschaft teilgenommen.

Arno Wohlfahrter, CEO von Metro Österreich und Gastgeber der Mittwochsgesellschaft, diskutierte mit Hansjörg Tutner, Executive Director Human Rescources von Magna Steyr, und Peter Bosek, Vorstand für Retail-Banking der Erste Group Bank AG. Die Keynote hielt Prof. Dr. Dieter Spath, führender Digitalisierungswissenschaftler und Forscher am Gebiet zukünftiger Arbeitswelten. Er ist Präsident von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und Leiter des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation. Moderiert hat Martina Salomon, stv. Chefredakteurin des „Kurier“.

Dieter Spath plädierte für die aktive Gestaltung der digitalen Transformation, wenn man nicht ihrer „Radikalität und Geschwindigkeit“ ausgesetzt sein möchte: „Wir müssen unsere Arbeitsorganisation auf Agilität und Innovation trimmen.“ Lebenslanges Lernen sei einer der zentralen Schlüssel, um Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit nachhaltig zu sichern und die Chancen der digitalen Transformation wirksam in gesteigerte Produktivität und Innovationsfähigkeit von Unternehmen umzumünzen. „Grundvoraussetzung für die Transformation ist eine neue Governance, die Veränderungsbereitschaft fördert und Freiräume für Experimente schafft. Wir müssen den Menschen dabei noch mehr zutrauen und sie als mündige Gestalter ihrer Arbeitswelt ernst nehmen.“

Arno Wohlfahrter pflichtete ihm bei und nannte neue Chancen: „Es geht darum, die Zusammenhänge zu bestehenden Geschäften zu verstehen und damit umzugehen. Metro Österreich bietet Digitalisierungslösungen – vom Erstellen einer eigenen Gastro-Webseite mit Reservierungstool über einen Webshop sowie Buchungs- und Kassensysteme werden den Gastro-Kunden Servicetools zur Verfügung gestellt, die ihren Arbeitsalltag erleichtern.“

Auch Hansjörg Tutner bezog sich auf den Arbeitsalltag und ergänzte: „Das Verhältnis Arbeit und Leben verändert sich dramatisch: Das Modell des abgegrenzten Arbeitens von ‚9 to 5‘ verschwindet immer mehr. Unternehmen müssen daher neue arbeitsorganisatorische Wege finden. Die noch immer dominante Präsenzkultur wird nicht das Organisationsmuster der Zukunft sein. Die Führungskultur der Unternehmen wird sich verändern müssen. Trotz der neuen digitalen Möglichkeiten werden strukturierte direkte Kommunikation und Vertrauen der Schlüssel zum Erfolg sein.“

Peter Bosek schließlich betonte das veränderte Kundenverhalten und vor allem das Faktum, dass China aud die USA Europa „in Sachen Digitalisierung Lichtjahre voraus“ seine: „Ohne die richtigen Rahmenbedingungen und eine progressivere Einstellung wird Europa in Zukunft zum Weltmuseum für Technik und Fortschritt aus dem letzten Jahrhundert.“
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