WKO: Wettbewerbsungleichheit im Online-Handel
 
WKO

Wettbewerbsungleichheit im Online-Handel

WKÖ/Rupprecht
Peter Buchmüller (Bundesspartenobmann Handel WKO), Iris Thalbauer (Bundesspartengeschäftsführerin Handel), Martin Sonntag (Obmann des Versand-, Internet- und allgemeinen Handels) © WKÖ/Rupprecht
Peter Buchmüller (Bundesspartenobmann Handel WKO), Iris Thalbauer (Bundesspartengeschäftsführerin Handel), Martin Sonntag (Obmann des Versand-, Internet- und allgemeinen Handels) © WKÖ/Rupprecht

Das Einkaufen im Internet gehört inzwischen zum Alltag, allerdings ist vielen Konsumenten nicht bewusst, dass die Hälfte der Umsätze im Internet-Handel ins Ausland fließt. Daraus ist zu schließen, dass die Österreicher im Jahr 2016 rund 3,4 Milliarden Euro beim Online-Shopping bei ausländischen Internethändlern ausgegeben haben.

Dabei ist aber nicht nur der Umsatz das Problem, sondern auch die Wettbewerbsbedingungen sind für Österreich nicht fair. Händler aus dem Ausland, die ihre Waren an österreichische Konsumenten liefern, zahlen in Österreich keine Ertragssteuern. Vielmehr unterliegen sie der Steuerpflicht ihres eigenen Landes. Deshalb sollen Steuersysteme entwickelt werden, die faire, effiziente und zukunftstaugliche Geschäftsmodelle erfassen und gleichzeitig soll die eigene Wirtschaft nicht belastet werden. Ziel ist eine Lösung auf internationaler Ebene.

Damit der Konsument beim Einkaufen im Internet schneller erkennen kann, ob es sich um einen heimischen Onlineshop handelt, stellt das Landesgremium des Versand-, Internet- und allgemeinen Handels das Gütesiegel „Österreichischer Onlineshop“ österreichischen Händlern kostenlos zur Verfügung. Dadurch soll das Bewusstsein für den Kauf in heimischen Onlinegeschäften gestärkt werden.

Neuer Lehrberuf: E-Commerce-Kaufmann

Um für die wachsende Digitalisierung gewappnet zu sein, wurde von Sozialpartnern im Handel ein neuer Lehrberuf kreiert. Die Ausbildung zum E-Commerce-Kaufmann, die drei Jahre dauert, können Interessierte ab dem Sommer 2018 beginnen. Der Lehrberuf umfasst unter anderem den Umgang mit Shopmanagementsystemen, das Erstellen von Beiträgen und die Präsentation von Waren im Online-Shop. Fertige Lehrlinge haben später auch die Möglichkeit sich einen akademischen Titel als Handelsmanager zu holen.
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