: „Wir bieten heute den höchsten Sicherheits...
 

„Wir bieten heute den höchsten Sicherheitsgrad, den es im Mobile Payment überhaupt geben kann"

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Markus Lobmaier, Gründer und Geschäftsführer von Kadona: “Zweifellos ist Apple Pay ein wichtiger Meilenstein für den Durchbruch des Bezahlens mit dem Smartphone. Das heißt aber nicht, dass neben Apple Pay kein Platz für weitere Player bleibt.” (Foto: Markus Lobmaier)
Markus Lobmaier, Gründer und Geschäftsführer von Kadona: “Zweifellos ist Apple Pay ein wichtiger Meilenstein für den Durchbruch des Bezahlens mit dem Smartphone. Das heißt aber nicht, dass neben Apple Pay kein Platz für weitere Player bleibt.” (Foto: Markus Lobmaier)

Markus Lobmaier ist Gründer und Geschäftsführer von Kadona und wird bei der etailment WIEN Konferenz beim Panel „mPayment – Die Zukunft beginnt jetzt” einen Vortrag zum Thema Mobile Payment halten. Das Event findet vom 23. bis 25. Februar 2015 in Kooperation mit der Google Analytics Konferenz im Austria Trend Hotel Savoyen statt. Mit dem Produkt kWallet will Kadona das mobile Zahlen in Österreich vorantreiben. Welche Vorteile sich für den Anwender ergeben, auf welche Sicherheitsstandards der Geschäftsführer von Kadona besonderen Wert legt und mit welchen Erwartungen Lobmaier an der Veranstaltung teilnehmen wird, hat etailment.at im Interview nachgefragt.

etailment.at: Auf der Website von kWallet beschreiben Sie Ihr Produkt mit dem Slogan: „Noch nie war Bezahlen so einfach“. Inwiefern hebt sich gerade kWallet von anderen Konkurrenzprodukten ab?



Markus Lobmaier: Mobile Payment befindet sich derzeit im Übergang von einer frühen Innovationsphase zu einem hochkompetitiven Wachstumsmarkt, in welchem viele etablierte Player und Startups versuchen werden, am Markt mitzumischen. Ein Mobile Payment System, das nicht einfach, komfortabel und schnell in der Anwendung ist, und gleichzeitig ein Höchstmaß an Sicherheit aufweist, wird am Markt keine Chance haben. Wir erfüllen alle diese Anforderungen. kWallet ist einfachst in der Anwendung und gleichzeitig sicherer als viele Banken-Apps. Darüber hinaus schafft kWallet Zusatznutzen rund um den Bezahlvorgang, sowohl für den User, als auch für den kWallet-Akzeptanzpartner. Damit differenzieren wir uns von anderen Anbietern. Beispielsweise mit unserem Bonuspunkte Feature, mit welchem auch KMUs sich ohne großen Aufwand für den Kunden attraktive Kundenbindungsprogramme konfigurieren können oder unser kWallet-Self-Checkout für die Gastronomie. Ein Feature, das sich derzeit in der Implementierungsphase befindet. Mit dem kWallet-Self-Checkout ist es nicht mehr notwendig zu warten, bis der Kellner mit der Rechnung kommt. Sie tippen auf den Check-Out Button, geben das Trinkgeld ein, das sie Bezahlen wollen und gehen einfach. Das spart massiv Zeit, sowohl dem Gast, als auch dem Personal.



etailment.at: Apple Pay wird von vielen als große Zukunftschance für den Durchbruch des mobilen Bezahlens gesehen. Wie schätzen Sie die Situation ein und können davon auch andere Zahlungsanbieter profitieren?



Markus Lobmaier: Apple hat einen phantastischen Job gemacht. Dem Unternehmen ist es wieder einmal gelungen, eine Innovation massenmarkttauglich zu machen. Während die Herangehensweise anderer etablierter Player vor allem durch Fokussierung auf Business Modelle gekennzeichnet war, hat sich Apple zuallererst auf die User Experience fokussiert. Das Ergebnis ist mit Apple Pay einfach und genial. Zweifellos ist Apple Pay ein wichtiger Meilenstein für den Durchbruch des Bezahlens mit dem Smartphone. Das heißt aber nicht, dass neben Apple Pay kein Platz für weitere Player bleibt. Auch bei legaler digitaler Musik war Apple mit iTunes Vorreiter und Wegbereiter. Dennoch wird heute mit Spotify, der Musikplattform eines schwedischen Startups mehr Musik gehört, als mit iTunes.



etailment.at: Bezahlen mit dem Smartphone hat sich im Mainstream noch nicht durchgesetzt. Sind die Innovationen und Angebote auf der Entwicklerseite großteils noch unausgereift oder muss eher daran gearbeitet werden, dem Kunden die Vorteile bewusster zu machen?



Markus Lobmaier: Gut Ding braucht Weile. Disruptive Innovationen entwickeln sich nun einmal schneller als Marktbedürfnisse. Ich denke nicht, dass es möglich ist den Kunden zu „erziehen“, indem er in Kampagnen von den Vorteilen des Mobile Payment überzeugt wird. Ob und wie schnell sich eine Innovation durchsetzt, hängt neben den Vorteilen und der Einfachheit, die das Produkt bietet, in einem hohen Maß auch von der Erprobbarkeit und der Beobachtbarkeit ab. Mobile Payment findet so gut wie immer im öffentlichen Raum statt. Das ist ein riesiger Vorteil. Wir konnten das in der Beta-Phase von kWallet immer wieder beobachten. Sobald ein Beta-Tester in einem Lokal mit kWallet gezahlt hat, und das von anderen Gästen beobachtet wurde, gab es staunende Gesichter, viele Fragen und meist auch eine „will haben“-Reaktion. Wenn einmal eine kritische Masse erreicht ist, geht es dann sehr schnell. Technische Hindernisse gibt es heute nicht mehr, die technische Infrastruktur und Mobile Payment Angebote sind heute market-ready und ausgereift.



etailment.at: Bei vielen Konsumenten spielen Sicherheitsbedenken eine bedeutende Rolle. Mit welchen Vorkehrungen und Technologien arbeitet kWallet, um diese Bedenken zu entkräften?



Markus Lobmaier: Sicherheit war der wichtigste Fokus bei der Entwicklung von kWallet. Wir bieten heute den höchsten Sicherheitsgrad, den es im Mobile Payment überhaupt geben kann. kWallet ist wesentlich sicherer als Plastikkarten und Bargeld und auch sicherer als die meisten Mobile Payment Systeme. Jede kWallet Transaktion ist vollständig Ende-zu-Ende verschlüsselt, wird mittels eines Tokenization Systems abgewickelt, was bedeutet, dass keine sicherheitsrelevanten Daten am Mobiltelefon gespeichert werden. Die Authentifizierung erfolgt mittels Fingerprint oder mittels fünfstelligen kWallet Code. Das System in dem die kWallet Zahlungen verarbeitet werden, ist mehrfach PCI-DSS zertifiziert, das ist ein Sicherheits-Regelwerk im Zahlungsverkehr, das von allen wichtigen Kreditkartenorganisationen unterstützt wird.



etailment.at: Die etailment WIEN Konferenz wird vom 23. bis 25. Februar 2015 das erste Mal stattfinden. Mit welchen persönlichen Erwartungen an die Konferenz nehmen Sie am Event teil?



Markus Lobmaier: Ich bin vor allem auf die Beiträge der Referenten aus dem Handel gespannt. Es ist für uns natürlich interessant zu erfahren, wie das aktuelle Management im Handel die Entwicklung von Mobile Payment und E-Commerce einschätzt.



etailment.at: Sie werden auf der etailment WIEN Konferenz als Speaker beim Panel „mPayment –Die Zukunft beginnt jetzt“auftreten. Auf welche Inhalte werden Sie bei Ihrem Impulsvortrag vordergründig eingehen?



Markus Lobmaier: Wir werden die Erfolgsfaktoren für Mobile Payment erörtern. Und den Nutzen, den Mobile Payment für den Handel und für die Konsumenten bringen wird.



etailment.at: Wenn Sie sich das bisherige Programm der etailment WIEN Konferenz ansehen, auf welche Programmpunkte freuen Sie sich besonders?



Markus Lobmaier: Auf den Payment Gipfel.



etailment.at: Kadona ist als Startup aus Wien gestartet – in der internationalen Szene stehen jedoch Städte wie Silicon Valley, Tel Aviv oder auch Berlin im Mittelpunkt. Was macht Wien besonders attraktiv für Startups und wo sehen Sie Verbesserungspotenzial?



Markus Lobmaier: Die Rahmenbedingungen sind alles andere als vorteilhaft. Das nicht kompetitive staatliche Bildungssystem produziert zu wenige qualifizierte Software-Ingeneure, die ausufernd hohen Lohnnebenkosten machen den Wirtschaftsstandort Österreich auch nicht gerade attraktiver, Risikokapital ist in Österreich praktisch nicht existent. Jammern ist aber fehl am Platz. Mit einem hervorragenden Team, einem disruptiven, einzigartigen Produkt und einer durchdachten Marktstrategie gibt es jetzt und sicher auch in Zukunft immer wieder erfolgreiche Unternehmensgründungen. Auch unter eher ungünstigen Rahmenbedingungen.






Markus Lobmaier ist einer von vielen hochkarätigen Teilnehmern bei der diesjährigen etailment WIEN Konferenz vom 23. bis 25. Februar 2015 im Austria Trend Hotel Savoyen. Das gesamte Programm können Sie unter diesem Link einsehen.



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