AmCham Talk: „Wir brauchen ein Bildungskonto“
 
AmCham Talk

„Wir brauchen ein Bildungskonto“

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Martin Brodey (Dorda Brugger Jordis) und Valerie Höllilnger (BFI Wien Geschäftsführerin) mit Generalsekretärin Daniela Homan. © leisure communication
Martin Brodey (Dorda Brugger Jordis) und Valerie Höllilnger (BFI Wien Geschäftsführerin) mit Generalsekretärin Daniela Homan. © leisure communication

Die BFI Wien Geschäftsführerin Valerie Höllinger fordert, dass wir ähnlich dem Sozialversicherungskonto auch ein Bildungskonto bekommen, in das eingezahlt wird.

Beim AmCham Talk am 24. März 2017 erklärte Valerie Höllinger, BFI Wien Geschäftsführerin, auf Einladung von AmCham-Vizepräsident Martin Brodey (Dorda Brugger Jordis) und Generalsekretärin Daniela Homan, warum Bildung der Schlüssel im Umgang mit der Digitalisierung ist: „Digitalisierung ist wie das Wetter – sie kommt bestimmt“, so die Bildungsexpertin, die vor den Mitgliedern der American Chamber of Commerce in Austria im Hilton Vienna Plaza eine Keynote hielt.

Lebensbegleitendes Lernen
In ihrem Vortrag sieht Höllinger vor allem den Mittelstand von der Digitalisierung gefährdet – zumindest, wenn nicht in Bildung investiert wird. So werden gestaltende Jobs immer wichtiger werden. Unternehmen müssen sich Einflüssen von außen öffnen und in selbstadaptiven Strukturen auf Veränderungen reagieren. Auch für die Mitarbeiter wird lebensbegleitendes Lernen immer mehr im Vordergrund stehen. Höllinger prognostiziert, dass Menschen künftig sechs bis sieben komplett unterschiedliche Jobs in ihrem Leben machen werden, die unterschiedliche Skills verlangen, und fordert: „Wir brauchen ein Bildungskonto wie ein Sozialversicherungskonto, in das Unternehmen, Private und die öffentliche Hand gemeinsam einzahlen.“

Bis 2030 50 Millionen IT-Kräfte in Europa gesucht
„Der Marketingmitarbeiter von morgen muss coden können und der Techniker eine Ahnung von Marketing haben: Wir stehen vor einem fundamentalen Kulturwandel, der nach modularer Ausbildung verlangt“, weiß Höllinger. Laut ihr fehlen bereits heute 900.000 Menschen im erwerbsfähigen Alter mit ausreichender Digitalkompetenz in Österreich, bis 2030 werden europaweit 50 Millionen IT-Arbeitsplätze gesucht werden.
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