Wirtschaftskammer Österreich: WKÖ: Mehr Fairn...
 
Wirtschaftskammer Österreich

WKÖ: Mehr Fairness für heimische (Online-)Händler

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Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich © Foto Wilke
Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich © Foto Wilke

Politik muss Steuervorteile für ausländische Versandhändler abschaffen – aber auch die Konsumenten können mit ihrer Kaufentscheidung Verantwortung tragen, so die Wirtschaftskammer Österreich.

Ausländische Händler wie beispielsweise Amazon können im internationalen Handel von Steuervorteilen profitieren. Laut Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), werden dadurch „in Österreich Wachstum und Arbeitsplätze aufs Spiel gesetzt“. Er fordert daher von der Politik „eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Betriebe, aber auch durch steuerliche Maßnahmen“. Am besten wäre eine Lösung auf europäischer Ebene. Handelsgeschäftsführerin Iris Thalbauer fordert zudem „flexiblere Arbeitszeiten, etwa durch die Anhebung der gesetzlichen Höchstarbeitszeiten und eine Ausdehnung der Normalarbeitszeiten sowie Vereinfachungen bei den Arbeitszeitaufzeichnungen und Arbeitszeitregelungen generell“.

Auch die Konsumenten tragen Verantwortung
Gleichzeitig nimmt die Wirtschaftskammer Österreich aber auch die Verbraucher in die Verantwortung, wie Thalbauer betont: „Wer in Österreich kauft – ob im stationären Handel oder online –, der schützt letztlich seinen eigenen Arbeitsplatz oder die Jobs seiner Kinder, Freunde und Verwandten. Zudem erspart man sich im Notfall einen Haufen Probleme. Wenn ein kaputtes Gerät zu reparieren ist oder Gewährleistungsansprüche geltend gemacht werden müssen, ist es ein Riesenunterschied, ob der heimische Händler gleich zur Stelle ist oder man erst mühsam Ansprechpartner im Ausland auskundschaften muss.“

Der Trend zum Onlinehandel wird auch von der WKÖ wahrgenommen. Dementsprechend hat man Maßnahmen wie etwa die Roadshow „Handel goes WWW“ gesetzt. Darüber hinaus werden die Händler im Aufbau und der Weiterentwicklung ihrer Online-Präsenz unterstützt. Ein weiterer Schritt ist die Modernisierung der Einzelhandels-Lehre: Ab dem Ausbildungsjahr 2017/2018 kann der Schwerpunkt „Digitaler Verkauf“ gewählt werden.

Handelsgeschäftsführerin Iris Thalbauer © Foto Wilke
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Handelsgeschäftsführerin Iris Thalbauer © Foto Wilke
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