Handelsverband: Zwei Drittel gehen ins Geschä...
 
Handelsverband

Zwei Drittel gehen ins Geschäft

Rainer Sturm / pixelio.de
Der Österreicher liebster Shopping-Ort: das Einkaufszentrum © Rainer Sturm / pixelio.de
Der Österreicher liebster Shopping-Ort: das Einkaufszentrum © Rainer Sturm / pixelio.de

Der Consumer Check des Handelsverbands hat ergeben, dass zwei Drittel der Konsumenten den stationären Handel gegenüber dem E-Commerce bevorzugen.

Wenn ein Produkt online und im stationären Geschäft gleich viel, dann bevorzugen 66% der heimischen Konsumenten das reale Einkaufserlebnis und gehen ins Geschäft. Nur 34 % würden bei gleichen Preisen online shoppen. Bei den unter-29-jährigen Österreichern erhöht sich dieser Anteil auf 48 %. Fragt man nach den bevorzugten Einkaufsorten der Österreicher, dann landen unter den Top 5 die Shopping-Center (36 %), gefolgt von Online-Shops (32 %), auf Platz drei liegen die Einkaufsstraßen 15 %, dann Geschäfte, die nicht direkt auf einer Einkaufsstraße liegen (10 %), und die Märkte (4 %).

Reales Shoppingerlebnis schlägt Online-Shopping

Um Kunden auf der Fläche zu begeistern, muss der stationäre Händler neben einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis (92,7 %) vor allem mit einfachen Umtauschmöglichkeiten und einer sofortigen Verfügbarkeit der Produkte (je 90,9 %) überzeugen. Auch das Personal (89,7 %) und die Lage (88,7 %) sind nach wie vor entscheidende Erfolgsfaktoren. „Der stationäre Handel bleibt auch in Zeiten des E-Commerce bei zwei Drittel der ÖsterreicherInnen die Nummer 1. Wir sehen allerdings, dass beide Welten – offline und online – immer stärker verschmelzen. Die Digitalisierung der Fläche schreitet also munter voran, weshalb die konsequente Umsetzung einer Omnichannel-Strategie für den heimischen Handel erfolgsentscheidend ist“, sagt Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will.

Kunden vertrauen auf Webshop-Gütesiegel

Fast drei Viertel der Österreicher bewerten Webshop-Gütesiegel wie das Trustmark Austria oder Trusted Shops als sehr wichtig (33 %) bzw. eher wichtig (41 %). Besonders Konsumenten der Altersgruppe 60 bis 69 Jahre legen großen Wert auf zertifizierte Online-Shops (80 %). Beliebteste Zahlungsart beim Online-Shopping ist der Kauf auf Rechnung (38 %), gefolgt von Paypal (20 %) und der Kreditkarte (19 %). Weitere interessante Online-Zahlen: Als besonders störend empfinden es Online-Shopper, wenn beim Einkauf auf internationalen Shopping-Plattformen keine Zustellung nach Österreich angeboten wird (31 %). Auch Fake-Bewertungen anderer Kunden (13 %) sowie irreführende Produktfotos und -beschreibungen (12 %) kommen beim Konsumenten gar nicht gut an.

Curated Shopping auf dem Vormarsch


Auch der Trend zum Curated Shopping findet in Österreich große Zustimmung. Beim Curated Shopping oder betreuten Einkaufen wird Online-Shopping mit persönlicher Beratung kombiniert. Hierbei befragen Onlineshops ihre Kunden zunächst nach ihren Vorstellungen, stellen entsprechende Produkte zusammen und versenden diese im Anschluss. „Knapp die Hälfte der heimischen Konsumenten kann sich vorstellen, vorkuratierte Produkt-Sets zu kaufen. Der Kunde kann die Produkte zuhause ausprobieren und schickt jene zurück, die ihm nicht zusagen. Insbesondere im Bekleidungshandel ist Curated Shopping mittlerweile weit verbreitet“, bestätigt Rainer Will. Die Affinität zu Curated Shopping scheint jedoch eine Frage des Alters zu sein: 63 % der unter-29-Jährigen bzw. 54 % der 30-bis-39-Jährigen stehen dem Trend positiv gegenüber, bei der Generation Ü-60 liegt die Zustimmung hingegen bei lediglich 34%.

Hier ist ein Link zum vollständigen Consumer-Check-Ergebnisbericht.
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