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Udo Scheuerlein: "Kleine Schiffe sind viel wendiger"

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Das sagt Udo Scheuerlein, Vice President B2B-Sales bei Asambeauty, und meint damit vor allem die Agilität, die kleinere Unternehmen Konzernen ­voraus ­haben. Im Interview verriet er zudem, wie sich das deutsche ­Unternehmen 2020 im Onlinehandel, Teleshopping und am POS geschlagen hat.

CASH: Wie zufrieden sind Sie mit der Unternehmensentwicklung 2020?
Udo Scheuerlein: 2020 war ein sehr erfolgreiches Jahr für uns, in dem wir in allen drei Vertriebsschienen Einzelhandel, E-Commerce und Teleshopping erneut stark gewachsen sind. Unser Umsatz stieg um gut 20 Prozent auf rund 107 Millionen Euro. Wir haben uns darüber hinaus seit Januar 2020 gezielt mit neuen Mitarbeitern verstärkt und auch in den Bereichen Produktion und Logistik auf die kommenden Aufgaben eingestellt.

Ein derart schnelles Wachstum birgt doch auch Risiken und Herausforderungen?
Wir sind in der Tat sehr schnell gewachsen, nichtsdestotrotz sind wir nach wie vor ein „überschaubares“, mittelständisches Unternehmen mit einer entsprechend offenen Unternehmenskultur und flachen Hierarchien. Grundsätzlich sehen wir vor allem die zahlreichen Chancen, die sich uns noch bieten. Aber natürlich gibt es Themen, die uns aufgrund des schnellen Wachstums noch beschäftigen, wie das Modell der flexiblen Arbeitsplätze, Schulung und Einarbeitung unserer neuen Mitarbeiter, vor allem während der Covid-19-Pandemie.

Inwieweit profitieren Sie von der derzeitigen Unternehmensstruktur in der Zusammenarbeit mit Ihren Handelspartnern?
Unsere Handelspartner merken sehr rasch, mit welcher Dynamik und Energie wir am Werk sind und wie schnell wir auf Trends, aber auch individuelle Wünsche und Bedürfnisse unserer Kunden eingehen können. Das schaffen große Konzerne in der Form oft nicht. Der Vorfall am Suezkanal vor ein paar Wochen ist vielleicht sinnbildlich dafür, wie schwer ein großer Tanker zu manövrieren ist, während kleinere Schiffe dagegen oft viel wendiger sind.

Wie sah die Entwicklung Ihrer Hauptstandbeine, dem eigenen Onlineshop und dem stationären Geschäft im DFH in konkreten Zahlen aus?
Sehr gut. Wir haben in beiden Vertriebskanälen Zuwächse erzielt. Für 2021 gehen wir im Vergleich zum Vorjahr von einem Retail-Wachstum von etwa 50 Prozent aus. Im Bereich E-Commerce rechnen wir ebenfalls mit einem deutlich zweistelligen Plus. Aber auch das Teleshopping lief wirklich gut. Wir sind meines Wissens nach die einzigen Marke auf dem Markt, die diese drei Kanäle so erfolgreich bespielt. Für die Zukunft sehen wir die größten Wachstumschancen vor allem im stationären und Onlinehandel.

Das gesamte Interview lesen Sie im E-Paper der CASH Juli/August-Ausgabe.

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