CASH+/Ikea Deutschland: Was geht und was nich...
 
CASH+/Ikea Deutschland

Was geht und was nicht entscheidet jedes Bundesland für sich

Ikea
Sabine Nold, Corporate Communications Managerin Ikea Deutschland
Sabine Nold, Corporate Communications Managerin Ikea Deutschland

Mit "Click & Collect" kam Ikea Deutschland im ersten Lockdown sehr gut über die Runden. Doch jetzt gibt es eine neue Herausforderung: Die Länder entscheiden autonom, ob diese Art des Einkaufens erlaubt ist oder nicht

CASH.at sprach mit Sabine Nold, Corporate Communications Managerin über den zweiten Lockdown wenige Tage vor Weihnachten. 

Was bedeutet der Lockdown für Ikea Deutschland, wenige Tage vor Weihnachten? 
Nold: Ein Lockdown ist zu keinem Zeitpunkt eine gute Nachricht, aber wir wollen als Ikea einen Beitrag leisten, die Infektionszahlen zu minimieren, zumal die Auslastung der Spitäler und Intensivstationen jetzt auch in Deutschland ein großes Thema ist.

Ich habe gelesen, Sie schlagen „Click & Collect“ vor, also die Möglichkeit, Waren abzuholen, so wie in der Gastronomie. Wird das in allen Bundesländern möglich sein?
Das ist in Deutschland Ländersache und daher ein Flickenteppich. Soweit wir bis jetzt wissen wird es z.B. in Sachsen und in Thüringen nicht möglich sein, in NRW, Hessen, RLP und in Schleswig Holstein schon. Das ist zwar für uns als bundesweit agierendes Unternehmen schwierig, aber verständlich, weil die Infektionszahlen in den einzelnen Ländern unterschiedlich sind.

Wie können Sie dann „Click & Collect“ bundesweit bewerben?
Wir werden auf unserer nationalen Homepage darauf verweisen, dass auf den Homepages der einzelnen Standorte zu lesen ist, wie die Situation vor Ort aussieht.

Wie wickeln Sie dort, wo es erlaubt ist, „Click & Collect“ ab?
Wenn der Kunde sich für „Click & Collect“ entscheidet, dann bekommt er ein Abholfenster zugewiesen. Vor Ort ruft er eine Telefonnummer an und der Wagen wird nach draußen gebracht, wo ihn der Kunde entgegennimmt. 

Wie hat sich die Pandemie auf die Online-Umsätze von Ikea Deutschland ausgewirkt?

Unser Geschäftsjahr 2020, das mit 31.8. geendet hat, beinhaltet Erfahrungen aus dem ersten Lockdown und zeigen einen signifikanten Anstieg. Der Online-Umsatz von Ikea Deutschland ist um 74,3 Prozent gestiegen. Der Anteil am Gesamtumsatz betrug 2019 noch 9,4 Prozent, 2020 lag er bei 16,2 Prozent. Obwohl wir im ersten Lockdown 90 Prozent des stationären Umsatzes verloren haben, hat das Geschäftsjahr mit einem leichten Plus geendet.

„Ikea appelliert an die Kunden, nach einem Lockdown nicht gleich in die Läden zu kommen“
War im ersten Lockdown an mehr Standorten „Click & Collect“ erlaubt als jetzt?
Danach sieht es aus. Die Politik will die Bevölkerung dazu bringen, das Haus möglichst wenig zu verlassen, um damit Kontakte zu reduzieren. Wir als Ikea unterstützen da auch alle Bemühungen, wir wurden für unser Hygienekonzept sehr gelobt und wir öffnen unsere Läden nach einem Lockdown nicht am Samstag, sondern erst am Montag. Wir appellieren sogar an die Kunden, nicht gleich am ersten Tag zu kommen, um Schlangen vor dem Eingang zu vermeiden.

Dürfen Ihre Schwedenshops offenhalten?
Auch das ist Ländersache, aber ja, in den meisten schon, doch die Restaurants und die Bistros sind geschlossen.

Weichen, die Kunden in Gebieten, wo „Click & Collect“ nicht erlaubt ist, auf „Click & Delivery“ aus?
Da sind die Wartezeiten lange, deshalb ist „Click & Collect“ beliebter.

Herzlichen Dank für das Interview.

 

 

 

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