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Gábor Pósfai: Profi-Markt Österreich

Sebastian Fuchs

Seit dem Start von Decathlon ist der Sportfachhändler aus Frankreich enorm gewachsen. Gábor Pósfai, Österreich-Geschäftsführer des Unternehmens, spricht im CASH-Interview über die außergewöhnliche Geschäftslage hierzulande und was die heimischen Sportler von denen in anderen Märkten unterscheidet.

CASH: Herr Pósfai, Decathlon wächst – nach Vösendorf (NÖ) und Wien-Stadlau hat im Februar auch die Filiale in Klagenfurt eröffnet. Welche weiteren Expansionspläne haben Sie?
Gábor Pósfai: Seit dem Marktstart in Österreich verfolgen wir die Strategie, in den größten Städten des Landes Flagship-Stores zu eröffnen. Darum werden bis Ende 2022 neue Filialen in Linz, Graz, Salzburg und Innsbruck starten. Die werden jeweils 2.000 bis 3.000 Quadratmeter Verkaufsfläche bieten, unser erster Store in Vösendorf ist mit 5.000 Quadratmetern ja besonders groß ausgefallen. Das Wachstum des Onlinegeschäfts durch Corona hat keinen Einfluss auf diese Entscheidung genommen. Gewählt wurden die Standorte aufgrund der Kaufkraft, die in den jeweiligen Einzugsgebieten vorhanden ist. Wie schnell wir die geplanten Filialen aber tatsächlich eröffnen können, wird sich erst zeigen – es ist aufgrund der Lockdowns gerade etwas schwer planbar.

Wie hat sich Decathlon seit der Eröffnung der ersten Filiale 2018 entwickelt?
Um ehrlich zu sein, haben wir im ersten Jahr mit einem stärkeren Wachstum gerechnet. Wir wollten auch die zweite Filiale schon früher eröffnen aber es hat einfach Zeit gebraucht, um das Sortiment und unser Geschäftsmodell auf Österreich richtig einzustellen. Das haben wir aber im Sommer 2019 geschafft, seither explodieren unsere Zahlen regelrecht. Das hat mehrere Gründe – zunächst sind wir bekannter geworden und da wir von Anfang an auf ein starkes Onlinegeschäft gesetzt haben, konnten wir während den Lockdowns entsprechend flexibel reagieren.

Wie hoch ist der Onlineanteil an den Umsätzen?
Wir liegen seit Anfang des Jahres bei 55 Prozent. Das ist natürlich nicht mit einem normalen Markt vergleichbar – wir haben in Österreich ein starkes Onlinegeschäft und noch wenige Filialen. International macht Decathlon rund 19 Prozent der Umsätze online. Ich halte in Österreich 20 bis 30 Prozent langfristig für realistisch, unser Ziel für dieses Jahr lautet 12 Millionen Euro Onlineumsätze zu machen. Was mich sehr freut, ist, dass 70 Prozent der Onlinekunden im ersten Lockdown Neukunden waren und die stationären Stores danach deutlich besser besucht wurden.

Das komplette Gespräch finden Sie in der April-Ausgabe von CASH.

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