Maximarkt: Der Lokalmatador
 
alle Fotos: Maximarkt
Maximarkt-Geschäftsführer Thomas Schrenk© alle Fotos: Maximarkt
Maximarkt-Geschäftsführer Thomas Schrenk© alle Fotos: Maximarkt

Dank klarer Positionierung als Familienmarkt und starker Verankerung in der Region segelt die Maximarkt-Flotte unter ihrem Kapitän Thomas Schrenk weiter auf Erfolgskurs.

CASH: Herr Schrenk, Maximarkt hat mit Jahresbeginn in den Gastronomiebereichen an allen Standorten ein Rauchverbot realisiert. Alle Maxi-Cafés, -Bistros und -Restaurants sind jetzt Nichtraucherlokale. Wirkt sich das auf die Umsätze aus?



Thomas Schrenk: Bestimmte Themen wie Rauchen und Frische gehen eben nicht zusammen. Daher haben wir uns gesagt: Setzen wir auf die Kunden, die unsere Gastronomiebetriebe aufgrund des Rauches bisher gemieden
haben.

Mit welchem Erfolg?



Mit gutem Erfolg. Die Umsätze in unseren Restaurants bewegen sich durchwegs auf dem Niveau des Vorjahres.

Und wie entwickelt sich das Geschäft in diesem Jahr generell? In Deutschland kriselt es auf der Großfläche momentan ja gehörig?



Die bisherige Entwicklung in diesem Jahr ist sehr zufriedenstellend. Trotz Wirtschaftskrise konnten wir unser hohes Umsatzniveau bislang halten. Gegessen ist das Jahr damit aus meiner Sicht aber noch nicht. Es könnten uns durchaus noch ein paar harte Monate ins Haus stehen. Aber unabhängig davon halte ich den Vergleich von Maximarkt mit dem klassischen deutschen Warenhaus-Format für nicht zulässig.

Warum nicht?



Der wesentliche Punkt ist die Positionierung von Maximarkt. Was uns unverwechselbar macht, ist unsere singuläre, einzigartige strategische Ausrichtung. Maximarkt hat sein Revier ganz klar rund um die Bedürfnisse der Familie abgesteckt.

In einem früheren Gespräch haben Sie einmal das Vollsortiment, die Regionalität und die Frische als die Säulen des Erfolgs von Maximarkt bezeichnet. Hat sich das denn inzwischen geändert?



Keineswegs, wir haben lediglich unser Erfolgsmodell um die Wertschätzung der Mitarbeiter erweitert. Zum einem, weil es dem Selbstverständnis von Maximarkt als Familienmarkt entspricht – jeder Mitarbeiter ist auch Teil der Maximarkt-Familie – zum anderen, weil die Mitarbeiter maßgeblichen Anteil am Erfolg des Unternehmens haben. Darüber hinaus profilieren wir uns weiterhin auch und gerade über die Sortiments- bzw. Markenvielfalt. Neben den Produkten in den Preiseinstiegslagen finden die Verbraucher bei uns heimische und internationale Top-Marken zu attraktiven Preisen, sowohl im Bereich Non Food als auch bei Lebensmitteln. Auch die Qualität und Frische der Produkte hat weiterhin absoluten Vorrang. Denken Sie nur an die Fachzerlegung, die wir bei Fleisch anbieten: Sie garantiert absolute Frische und erlaubt uns zudem, individuell auf die Wünsche der Kunden einzugehen, oder an unsere Maxi-Backshops – da werden keine Teiglinge aufgebacken, sondern wir backen vom Mehl weg und lassen uns von den Kunden dabei sogar auf die Finger
schauen.

Maximarkt verfügt heute über insgesamt sieben Standorte. Hat das Unternehmen damit nach Ihrem Geschmack bereits seine volle Ausdehnung erreicht oder sehen Sie noch Expansionsmöglichkeiten, vielleicht auch in anderen Bundesländern?



Unser Kerngebiet ist und bleibt der Raum Oberösterreich und Salzburg. Hier prüfen wir natürlich laufend Standorte. Um unser Konzept erfolgreich umsetzen zu können, benötigen wir allerdings Verkaufsflächen von mindestens 5.000 Quadratmetern und die sind aufgrund der bestehenden Raumordnungsgesetze mittlerweile rar. Trotzdem wachsen wir. Die Eröffnung des neuen Marktes in Bruck a.d. Glocknerstraße liegt ja noch nicht so lange zurück. Darüber hinaus wurden die Märkte in Wels, Haid und Vöcklabruck seit der Übernahme durch die Spar einem kompletten Refurbishment unterzogen, d.h. wir sind auch an diesen Standorten in qualitativer Hinsicht gewachsen.

Apropos Spar. Wie eigenständig ist der Weg, den Maximarkt innerhalb der Spar Familie geht?



Maximarkt agiert innerhalb der Spar-Familie als eigenständiges Unternehmen. Dort, wo es sinnvoll ist, wie zum Beispiel bei der Belieferung der Märkte oder beim Ladenbau, nutzen wir natürlich Sy-nergien. In allen anderen Bereichen, etwa bei der Planung der Gestaltung der Märkte, bei Marketing und Werbung oder bei der Sortimentspolitik, agieren wir selbstständig.

Die Spar-Eigenmarken führen Sie aber sehr wohl?



Es wäre mehr als unklug, auf so starke Marken wie Spar Natur*pur oder S-Budget zu verzichten. Genauso führen wir aber derzeit an die 2.500 Artikel von rund 400 regionalen Lieferanten. Wie schon gesagt sind Sortimentsvielfalt und Regionalität zwei unserer wichtigsten Assets.

Steckt im Thema Regionalität denn überhaupt noch Ertragspotenzial?



Die Einbindung führender regionaler Hersteller ist für uns nicht bloß eine Frage des Images, sondern auch der Authentizität. Wir arbeiten jedoch intensiv daran, unsere strategischen Säulen weiterzuentwickeln. Im Moment befinden wir uns in einer Phase des Übergangs von der Regionalität zur Lokalität. Maximarkt will kunden- wie lieferantenseitig in der Region verankert sein, will Teil der Region werden, und ich bin sicher, dass uns diesbezüglich in Zukunft noch einiges einfallen wird.

Herr Schrenk, vielen Dank für das Gespräch!



Maximarkt hat sein Revier ganz klar rund um die Bedürfnisse der Familie abgesteckt.
-
Maximarkt hat sein Revier ganz klar rund um die Bedürfnisse der Familie abgesteckt.


Die Bezahlmöglichkeit mit Kreditkarte beschert Maximarkt vor allem im NonFood-Segment eine gute Umsatzentwicklung.
-
Die Bezahlmöglichkeit mit Kreditkarte beschert Maximarkt vor allem im NonFood-Segment eine gute Umsatzentwicklung.


Die Maximarkt-Restaurants sind trotz Rauchverbots gut besucht.
-
Die Maximarkt-Restaurants sind trotz Rauchverbots gut besucht.
stats