Hofer: Horst Leitner: „Das Gesamtpaket muss s...
 
Hofer

Horst Leitner: „Das Gesamtpaket muss stimmen“

Hofer KG
Horst Leitner: „Vielleicht waren wir in der Vergangenheit beim Thema Preis zu leise.“
Horst Leitner: „Vielleicht waren wir in der Vergangenheit beim Thema Preis zu leise.“

Davon ist Horst Leitner überzeugt. Warum das bei Hofer der Fall ist, wie das Coronavirus den Diskonter in Schach hält und dass man beim Thema Preis zuletzt zu leise war, schildert der CEO im CASH-Interview.

CASH: Herr Leitner, Sie sind seit über 27 Jahren bei Hofer tätig und kennen die Herausforderungen im LEH sehr genau. Eine Situation wie die aktuelle bedingt durch die Coronapandemie haben wir aber alle noch nicht erlebt. Wie haben Sie die vergangenen Wochen wahrgenommen?
Horst Leitner: Die aktuelle Situation ist sehr herausfordernd und stellt uns nicht nur als Arbeitgeber nahezu stündlich vor neue Herausforderungen. Dennoch sieht Hofer es als seine gesellschaftliche als auch unternehmerische Pflicht, dem Auftrag als „Versorger der österreichischen Bevölkerung“ nachzukommen und in dieser Zeit sämtliche außerordentliche Anstrengungen umzusetzen. Das betrifft die von der Regierung geforderten Maßnahmen – Stichwort MNS-Maskenpflicht – genauso wie den Schutz unserer 12.000 Mitarbeiter bestmöglich zu gewährleisten. Vor allem durch deren unermüdlichen Einsatz können wir nämlich sicherstellen, dass die mehr als 500 Filialen für alle Kunden geöffnet sind.

Wie gehen Sie denn konkret mit den Sorgen Ihrer Mitarbeiter um, die trotz Angst vor Ansteckung einen großartigen Job machen?

Uns ist bewusst, dass unsere Mitarbeiter derzeit wirklich Außergewöhnliches leisten. Eine Mehrarbeit in diesem Ausmaß mit derart großartigem Engagement zu meistern, ist nicht selbstverständlich. Unsere Anerkennung dafür haben wir unter anderem mit einer Prämie für unsere Verkaufs-und Logistikmitarbeiter ausgedrückt. Darüber hinaus hat die Gesundheit unserer Mitarbeiter natürlich oberste Priorität. Daher haben wir ein umfangreiches Maßnahmenpaket rund um strenge Hygienevorschriften definiert, das wir aufgrund der dynamischen Situation auch laufend anpassen. Außerdem haben wir beispielsweise als erster Lebensmittelhändler alle Kassen österreichweit mit Plexiglas-Schutzschildern ausgestattet und Bodenkleber angebracht, die die Kunden ans Abstand halten erinnern sollen. Das Tragen von MNS-Masken ist mittlerweile für Mitarbeiter als auch Kunden verpflichtend. Ebenso empfehlen wir unseren Kunden, keine Hamsterkäufe zu tätigen und bargeldlos mit Bankomat- oder Kreditkarte zu zahlen.

Hamsterkäufe haben vor allem zu Beginn der Ausgangsbeschränkungen zu einem wahren Ansturm auf die Lebensmittelgeschäfte geführt. An welchen logistischen Schrauben haben Sie gedreht, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten?

Aufgrund einer temporär überdurchschnittlich hohen Nachfrage hatten unsere Mitarbeiter in den Filialen alle Hände voll zu tun, um mit dem Nachschlichten der Regale zurechtzukommen. Unsere ausgeklügelte Logistik und das eingespielte Netzwerk mit Partnern und Lieferanten erlauben uns, auf erhöhte Nachfragen kurzfristig und auch über einen längeren Zeitraum hindurch ...

Das Interview in voller Länge zum Nachlesen gibt's im E-Paper:
April 2020
stats