Interspar: Markus Kaser: 50 Jahre Erfolgsrun
 
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Markus Kaser: 50 Jahre Erfolgsrun

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Zum 50er feiert Interspar heuer coronabedingt ganz bewusst etwas schaumgebremst. Dennoch geht die Expansionswelle genauso weiter wie der Erfolgsrun. CASH sprach mit GF Mag. Markus Kaser über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.


CASH: Herr Kaser, wie sieht die bisherige Interspar-Bilanz zur Coronakrise aus?
Markus Kaser: Wir konnten unseren Kunden stets Vollversorgung bieten – sei es während der „Hamstereinkäufe“ Mitte März, aber auch, wenn es beispielsweise um die Maskenbeschaffung gegangen ist. Bei der Umsetzung der notwendigen Schutzmaßnahmen waren wir immer vorne dabei. So haben wir als erster Lebensmittelhändler die Mundschutz-Masken gratis ausgegeben und beispielsweise für jeden Kunden den Einkaufswagen desinfiziert. Sicherheit, Service und Freundlichkeit hatten die oberste Priorität. Auch unsere rund 80 Gastronomiebetriebe sind unter Einhaltung von immens hohen Hygienestandards zurück. Während der zweimonatigen Schließung sind die Kosten aber natürlich weitergelaufen. Als grobe Bilanz kann man sagen, dass uns die Maßnahmen allesamt sehr viel Geld gekostet haben, andererseits haben unsere Kunden Interspar mit allen Vorteilen in dieser Zeit besser kennengelernt. Und, wenn man dieser Krisenzeit etwas Gutes abgewinnen möchte, dann ist es für mich die positive Einstellung unserer Mitarbeitenden – besonders jener im Verkauf. Sie waren immer für die Kundschaft da, freundlich und zuvorkommend. Dafür gebührt ihnen mein höchster Respekt und meine größte Anerkennung.

Trotz Coronavirus hält Interspar im Jubiläumsjahr an seinen Expansionsplänen fest. Eines der Prestigeprojekte ist dabei sicher der Standort in der ehemaligen Creditanstalt-Zentrale in der Wiener Schottengasse. Was ist hier konkret geplant?
Wir haben heuer insgesamt sechs Interspar-Eröffnungen in der Pipeline. Mit dem neuen Hypermarkt in Alt-Erlaa in Wien 23 haben wir Anfang April bereits ein Projekt eröffnet. Der Markt ist sehr gut angelaufen, die Kundenresonanz ist großartig. In den Sommermonaten kommen dann noch Eröffnungen in der Breitenfurter Straße, ebenfalls in Wien 23, Bregenz sowie Linz, im Herbst gefolgt von einem tollen Standort in Nußdorf-Debant bei Lienz und Braunau. Leider hat das Coronavirus den Baufortschritt unseres Projekts in der Wiener Schottengasse verzögert. Daher können wir nicht mehr mit Sicherheit damit rechnen, dass wir heuer noch eröffnen können. Es wird eher Anfang 2021 werden. Trotzdem freue ich mich schon sehr auf diesen neuen Markt. Es wird ein ganz besonderer Standort in einem wunderschönen historischen Gebäude mit einem völlig neuen Konzept – der Fokus wird auf Frische, Convenience und Gastronomie liegen.

Zum 50er von Interspar wird es sicher wieder preispolitische Schwerpunkte geben. Welche werden das sein und wie werden sich diese auf den Aktionsanteil im Unternehmen auswirken?
Wir sind mit dem Motto „Wir feiern, Sie sparen“ in unser Jubiläumsjahr gestartet. Dabei haben wir ganz bewusst auf eine exzessive Werbekampagne verzichtet, sondern haben eine leicht verständliche Botschaft mit einem ganz klaren Kundennutzen umgesetzt. Daher lag der Fokus auf richtig scharfen Preisaktionen. Angesichts des Ausbruchs von Corona haben wir das Jubiläum pausiert, denn es wäre unpassend gewesen, angesichts der Situation die Feierstimmung weiter aufrechtzuhalten. Nichtsdestotrotz führen wir die aggressive Angebots­politik uneingeschränkt fort, da in Krisenzeiten die Preissensibilität der Kunden besonders ausgeprägt ist. Wir möchten unseren Kundinnen und Kunden so versichern, dass sie bei Interspar zu jeder Zeit optimal versorgt sind und das zu den besten Preisen. Das Ausmaß des Aktionsanteils lässt sich aber heute noch nicht abschätzen.

Das Interview in voller Länge zum Nachlesen gibt's im E-Paper.

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