Klimavolksbegehren: Katharina Rogenhofer: Meh...
 
Klimavolksbegehren

Katharina Rogenhofer: Mehr Mut zur Umweltpolitik

Johannes Brunnbauer

Die Sprecherin und Koordinatorin des Klimavolksbegehrens im Gespräch mit CASH über die stetig wachsende Schar an Unterstützern, die Mutlosigkeit Politik auch für Arme zu betreiben und die Hoffnung auf eine menschlichere Wirtschaftspolitik.

CASH: Frau Rogenhofer, mit mehr als 100.000 Unterstützungsunterschriften muss das Klimavolksbegehren nun im Parlament behandelt werden. Was sind jetzt Ihrerseits die nächsten Schritte?
Katharina Rogenhofer: Momentan sind wir dabei, die Kampagne für die Eintragungswoche auszuarbeiten und umzusetzen, die voraussichtlich im Juni stattfinden wird. Im Herbst wird das Volksbegehren eine eigene Nationalratssitzung zum Thema Klimaschutz bekommen. Eine der Forderungen des Volksbegehrens ist ein bewussterer Umgang mit Fleischverzehr.

Können Sie dazu Näheres erläutern, zumal dieses Thema ja ganz massiv in den Lebensmittelhandel und die Markenartikelindustrie hineinspielt?
Bei der Fleischdiskussion geht es um anzustrebende regionale Herkünfte, um drastische Verringerungen der Transportwege, um Programme, die das Tierwohl ganz oben auf der Liste haben und um das Eindämmen der Aktionitis seitens des Handels, welche leider dem wertvollen Rohstoff Fleisch die Wertigkeit nimmt. Entscheidungen wie zum Beispiel jene von Billa, nur mehr österreichisches Fleisch
anzubieten, sind da ein ganz wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Haben Sie eigentlich auch diesbezügliche Gespräche mit den Handelsketten geführt?
Da sind wir momentan mittendrin. Es geht um Bewusstseinsmachung der Problematiken, um ein Umdenken und natürlich um Rahmenbedingungen. Da ist wiederum die Politik gefragt, aber nicht nur. Denn hier sollte der Handel mehr Mut haben, um Rahmenbedingung bei der Politik einzufordern, die Umweltschutz unterstützen und nicht bekämpfen, weil viel zu teuer. Generell sollte der Handel viel mehr zur Bewusstseinsbildung bei den Konsumenten beitragen und auch im eigenen Einflussbereich umsteuern.

Das gesamte Interview zum Nachlesen gibt's im E-Paper der März-Ausgabe: März 2020

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