Lekkerland Österreich: Emmanuel Fink: Sicherh...
 
Lekkerland Österreich

Emmanuel Fink: Sicherheit ist Standard

Lekkerland - Marc Antonio Manuguerra
Emmanuel Fink im CASH-Gespräch: "Besonders der ausbleibende Reiseverkehr war bemerkbar."
Emmanuel Fink im CASH-Gespräch: "Besonders der ausbleibende Reiseverkehr war bemerkbar."

Wie sich die Coronakrise auf Tankstellen- und Convenience-Shops ausgewirkt hat und wie die Unterschiede zum Geschäft im traditionellen LEH aussehen, schildert Mag. (FH) Emmanuel Fink, Geschäftsführer von Lekkerland Österreich, im CASH-Gespräch.

CASH: Herr Fink, Corona hat den Handel in vielerlei Hinsicht getroffen. Wie hat sich der von Lekkerland betreute Convenience- Markt in den vergangenen Monaten entwickelt?
Emmanuel Fink: Wir haben bei der Nachfrage eine sehr steile V-Kurve bemerkt. Kurz vor den Ausgangsbeschränkungen, also Mitte März, sind viele Leute noch tanken gefahren und haben bei der Gelegenheit in den Tankstellenshops eingekauft. Kurz darauf war der Straßenverkehr quasi nicht mehr vorhanden und die Kundenfrequenz in den Shops entsprechend niedrig. Zusätzlich mussten die Gastro-Angebote am POS ausgesetzt werden und Dienstleistungen wie die Autowäsche durften auch nicht angeboten werden. Unsere Umsätze sind in diesem Zeitraum auch zurückgegangen, aber so schnell sich die Lage verschlechtert hat, so schnell ging es auch wieder nach oben.

Welche Faktoren haben die Umsatzentwicklung in die eine oder andere Richtung beeinflusst?
Besonders der ausbleibende Reiseverkehr war bemerkbar. Dadurch haben Convenience-Händler in Tourismusgebieten deutlich eingebüßt, im urbanen Raum gab es bei manchen Standorten hingegen sogar Wachstum. Das lässt sich auf den gestiegenen Individualverkehr zurückführen: Die Leute meiden den öffentlichen Nahverkehr und der Treibstoff ist günstig.

Und wie hat sich die Arbeit im Lekkerland-Lager und beim Außendienst geändert?
Im Lager mussten wir zunächst viel Ware abschreiben, aber da sind wir wegen dem geringeren Frischeanteil weniger betroffen als der Mitbewerb. Mit einem Zwei-Schicht-Betrieb wurde das Lager unter Einhaltung der üblichen Sicherheitsmaßnahmen bis Ostern betrieben, dann ist die Nachfrage wieder gestiegen und wir sind zum regulären Betrieb mit den neuen Maßnahmen zurückgekehrt. Unsere Verwaltung haben wir quasi über Nacht zum Homeoffice gemacht. Lieferantenbesuche hatten wir seither noch keine aber das wird sich mit dem Sommer ändern. Unser Außendienst ist schrittweise wieder unterwegs, aber es gibt noch viele Kunden, die sehr vorsichtig sind. Alles in allem funktioniert unser Vertrieb unter den geänderten Bedingungen sehr gut.

Das Interview in voller Länge gibt's zum Nachlesen im E-Paper.
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