Lidl Österreich: Alessandro Wolf: Die Krise a...
 
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Alessandro Wolf: Die Krise als Chance

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Alessandro Wolf: „Ich war überrascht über die Intensität der wöchentlichen Rabattschlachten.“
Alessandro Wolf: „Ich war überrascht über die Intensität der wöchentlichen Rabattschlachten.“

Alessandro Wolf, seit 1. Dezember 2019 neuer Vorsitzender der Geschäftsleitung von Lidl Österreich, spricht mit CASH über Chancen und Tücken der Globalisierung und schildert unter anderem, warum das vergangene Geschäftsjahr für den Diskonter besser hätte laufen können.

CASH: Herr Wolf, Sie sind seit 1. Dezember 2019 Geschäftsführer von Lidl Österreich. Wie gefällt Ihnen denn Ihre neue Aufgabe und haben Sie sich hierzulande schon gut eingelebt?
Alessandro Wolf: Meine neue Aufgabe gefällt mir sehr. Die Verantwortung für ein Unternehmen und über 5.000 Mitarbeiter zu tragen, ist eine große Herausforderung, die ich natürlich mit großem Respekt angehe. Ich sehe es als meine Aufgabe, neue Ideen mit meinem Team zu entwickeln und meinen Enthusiasmus und Mut auf sie zu übertragen und neue Wege einzuschlagen. Aufgrund der vielen neuen und spannenden Aufgaben hatte ich leider noch nicht viel Zeit, die Region und die Menschen kennenzulernen. Die aktuelle Krise hat sicherlich auch nicht dazu beigetragen. Ich freue mich aber sehr auf die Zeit danach, um dieses wunderschöne Land und die Menschen besser kennenzulernen.

Zuletzt waren Sie in der Geschäftsleitung von Lidl Schweiz. Auch wenn Sie die Österreicher selbst noch nicht so gut kennen: Wenn Sie die beiden Länder miteinander vergleichen, was sind die größten Unterschiede in Bezug auf die Konsumentenbedürfnisse und Marktbearbeitung?

Der größte Unterschied ist sicherlich, dass der österreichische Markt sehr „aktionsgetrieben“ ist. Ich war überrascht über die Intensität der wöchentlichen Rabattschlachten. Das hat sicherlich auch mit der besonderen Konstellation der Wettbewerber zu tun. Hier in Österreich treffen vier sehr starke internationale Marken aufeinander. Durch die Tatsache, dass der „Kuchen“ in den letzten Jahren nicht größer geworden ist, findet ein sehr intensiver Kampf um die Marktanteile statt. Sonst muss ich sagen, dass die Kundenbedürfnisse eigentlich sehr ähnlich sind – Produkte aus der Region, der Heimat und Bio spielen in beiden Ländern eine große Rolle!

Glauben Sie, dass das Bedürfnis nach regionalen Produkten durch die Coronakrise steigen wird?

Die Österreicherinnen und Österreicher wollen heimische und regionale Produkte in den Regalen sehen. Die Nachfrage ist hier schon vor der Krise stetig gestiegen, weshalb schon heute fast die Hälfte aller verkauften Lebensmittel bei Lidl Österreich von heimischen Lieferanten kommt – und das sind immerhin über 350 Millionen ...

Das Interview in voller Länge zum Nachlesen gibt's im E-Paper:
April 2020
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