Unimarkt: Maria Fischer: Die persönliche Note
 
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Maria Fischer: Die persönliche Note

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Maria Fischer mit ihrem Unimarkt.
Maria Fischer mit ihrem Unimarkt.

Seit 2016 ist Maria Fischer Franchisenehmerin von Unimarkt. Als selbstständige Kauffrau verleiht sie ihrer Filiale in Loosdorf (NÖ) durch ein kundenorientiertes Sortiment ein lokales Flair.

CASH: Frau Fischer, wie sind Sie zur Franchisenehmerin von Unimarkt geworden?
Maria Fischer: Ich bin seit 2003 bei Unimarkt tätig, damals habe ich in der Feinkost angefangen. Später bin ich Abteilungsleiterin geworden, am gesamten Markt war ich aber immer schon interessiert. Mit der damaligen Marktleitung habe ich eng zusammengearbeitet und wollte mehr über die geschäftlichen Abläufe und das Sortiment wissen. Dann hat die Leitung gewechselt, mit der neuen Chefin bin ich nicht auf einen grünen Zweig gekommen. Ich hatte damals eigentlich schon gekündigt, als ich von Unimarkt-Geschäftsführer Andreas ­Haider gefragt worden bin, ob ich den Standort als Franchisenehmerin übernehmen möchte – er hatte wohl Vertrauen in mich. 2016 habe ich mir diesen Traum verwirklicht und den Markt ­übernommen, 2018 habe ich mit der Unterstützung von Unimarkt sogar die Ausbildung zur diplomierten Handelsassistentin gemacht.

Das klingt nach einer sehr guten Zusammenarbeit. Wie zufrieden sind Sie mit der Betreuung durch die Unimarkt-Gruppe?
Wir werden sehr gut betreut. Wir haben mehrere Ansprechpartner, sowohl in der Zentrale als auch im Außendienst und eine eigene Zuständige für die Feinkost. Unsere Anliegen werden schnell behandelt und die Kommunikation funktioniert reibungslos. Dadurch ist immer jemand erreichbar, wenn man etwas braucht.
Was hat sich durch die Umstellung für Sie persönlich geändert?
Natürlich habe ich in meiner neuen Funktion als Franchisenehmerin deutlich mehr Verantwortung und ich bin mit meinem Privatvermögen noch zusätzlich beteiligt. Das ändert für mich aber nichts, es war immer schon „mein Markt“. Die Arbeit teile ich mit meinem Mann, der sich um die Finanzen kümmert und mit meinen elf Angestellten, die für mich wie eine erweiterte Familie sind.

Wie haben die Mitarbeiter auf die neue Situation reagiert?
Bis auf die damalige Marktleitung und einen ausgelernten  Lehrling sind alle geblieben, worüber ich natürlich sehr froh bin.

Wie eigenständig können Sie Ihr Sortiment gestalten?
Den Großteil stimmen wir mit Unimarkt ab, wobei wir aber viel Freiraum zur individuellen Gestaltung haben. Ich achte sehr auf regionale Produkte im Sortiment, denn lokale Marken laufen immer gut. Da ergibt sich viel durch Zufall, etwa habe ich bei einem Heurigenbesuch einen tollen Most entdeckt, den wir jetzt führen. Der kommt hervorragend an.

Haben Sie ein Ziel, wie viel regionale Produkte Sie führen wollen?
Nein, hier wollen wir flexibel bleiben. Wenn wir oder unsere Kunden ein Produkt finden, das in unseren Regalen Sinn hat, dann nehmen wir es ins Sortiment auf. Dabei wollen wir langfristige Partnerschaften mit den Lieferanten aufbauen, wir freuen uns aber auch über einmalige oder kurzfristig erhältliche Schmankerl. Hauptsache, die Qualität stimmt.

Und was macht Ihren Unimarkt zum "Fischermarkt"?
Zunächst kenne ich 80 Prozent meiner Kunden persönlich. Wenn jemand Wünsche oder Anregungen hat, nehme ich das als Anlass, am Konzept meiner Filiale zu feilen. Sehr wichtig ist mir auch die Vernetzung, die ich als Betreiberin vom einzigen privaten Markt im Ort entsprechend persönlich gestalten kann. Ich bin auch als geschäftsführende Gemeinderätin tätig, kenne daher die Firmen und Vereine im Ort, mit denen wir Kooperationen pflegen. Das wäre natürlich nicht ohne mein Team und dessen Leidenschaft möglich.

Sie können also eine persönliche Note setzen?
Ja, ich bin doch sehr perfektionistisch und darum ist viel von mir in meiner Arbeit erkennbar. Der Wettbewerb wird härter und die Kunden anspruchsvoller. Als Franchisenehmer kann man sich aber gut von anderen Handelsketten differenzieren, dadurch ist nicht nur der Preis ein Unterscheidungsmerkmal.

Was haben Sie sich für die kommenden Jahre für Ihre Filiale vorgenommen?
Aktuell bauen wir um, das wurde bereits bei der Umstellung 2016 beschlossen. Noch ist die Fassade in Arbeit, der Markt hat jedoch ganz normal geöffnet. Da die Filiale ein 91er-Baujahr ist und da andere Supermärkte im Ort in den vergangenen Jahren aus- oder umgebaut worden sind, haben wir uns zu diesem Schritt entschieden. Neben der optischen Neugestaltung wird auch der Energiebedarf angegangen, damit wir ökologischer arbeiten können.

Dann wünsche ich Ihnen weiterhin viel Erfolg und danke für das Gespräch.

Unimarkt stellt auf Franchise um
Aktuell gibt es 123 Unimarkt-Standorte, der Großteil davon soll bis 2022 auf das Franchise-System umgestellt werden. Schon bei der Präsentation des Jahresberichts im April hat Geschäftsführer Andreas Haider angekündigt, dass 2019 im Zeichen des Umbruchs steht: Bis Jahresende sollen 65 Filialen via Franchising betrieben (aktuell 55) und die Anzahl der selbst betreuten Standorte auf 60 reduziert (derzeit 68) werden – somit wird es erstmals in der Firmengeschichte mehr Partner- als Eigenfilialen geben. Im Rahmen der Umstellung wird den aktuellen Marktleitern bevorzugt die Übernahme ihrer Standorte als Franchisepartner angeboten. Ganz verzichten auf die firmeneigenen Märkte möchte Unimarkt jedoch nicht: Sie werden zukünftig als „Inkubatoren“ für neue Konzepte dienen, die ­Ideen testen bevor diese zu den Franchisenehmern ausgeliefert werden.

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