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Markus Zimmer: Der Netz-Werkstaucher

Johannes Brunnbauer

Seit zehn Jahren durchforsten die Marktforscher von BuzzValue den
Cyberdschungel und analysieren das Verhalten der User. CASH sprach
mit Geschäftsführer Markus Zimmer über Cyber-Tauchgänge in der Vergangenheit,Gegenwart und Zukunft.

CASH: Herr Zimmer, zehn Jahre BuzzValue, zehn Jahre Social-Media-Analysen in vielen Genres. Was hat sich marktforschungstechnisch in diesen zehn Jahren verändert und was seitens des Userverhaltens?
Markus  Zimmer: Tatsächlich hat sich in den zehn Jahren viel verändert, vor allem das Plattformspektrum. Früher haben wir die User-Interaktion nur in klassischen Onlineforen erhoben, von Instagram und Co war hier noch keine Rede. Weiters hat sich über die Jahre der Interaktionsumfang drastisch verändert,  er hat deutlich zugenommen. Waren es früher einige wenige Hundert, sind es jetzt viele Tausende User-Interaktionen. Ganz massiv hat sich aber auch die Tonalität geändert. Die Sachlichkeit wird weniger, die Polarisierung steigt, User sind immer intoleranter anderen Meinungen gegenüber.

Das ist das eigentliche Social-Media-Dilemma, ganz klar ist eine Spaltung der Gesellschaft spürbar. Sehen Sie das auch so?
Auf alle Fälle. Facebook und Co spielen mehr und mehr im politischen Alltag, wie in Wahlkämpfen, eine Rolle, was bei vier Millionen Usern alleine in Österreich mitunter stark meinungsbildend sein kann. Aber auch andere Plattformen wie Instagram, YouTube oder Twitter rücken stärker in den Fokus.

Was bedeutet das jetzt für den Handel respektive für die Markenartikelindustrie?
Für Händler und Markenartikler werden die sozialen Medien immer relevanter, weil sie die Konsumenten direkt und zielgerichtet ansprechen können. Facebook, Instagram und Co sind mittlerweile zu Musterschülern im Marketing-Mix geworden. Kaum ein Unternehmen kann daran vorbei. Aber man muss permanent am Ball bleiben, neue Trends und Plattformen wie zum Beispiel TikTok und Pinterest beobachten. Auch die Technologie ist mitgewachsen, aber die inhaltliche Analyse wird von uns weiterhin manuell gemacht. So lesen wir tatsächlich täglich Tausende User-Kommentare und können so Themen, Inhalte sowie das Meinungsbild der User treffsicher analysieren.

Das Interview in voller Länge finden Sie im CASH E-Paper

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